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Musikprojekt weckt Erinnerungen

Barsinghausen Musikprojekt weckt Erinnerungen

Mit vielen Besuchern hat die Tagespflege Marienstift am Sonnabend ihr siebenjähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt der fröhlichen Feier stand die Vorstellung eines Erinnerungsbuches, das auf 47 Seiten persönliche Lebenssituationen von 24 Gästen der Tagespflege dokumentiert.

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Elena Schwindt und Albrecht von Blanckenburg schenken Günter Heimburg ein Exemplar des Erinnerungsbuches.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Barsinghausen. "Diese Erinnerungen im Buch sind das Ergebnis unseres Projektes Musik-Momente mit Musiktherapeut Albrecht von Blanckenburg. Er hat an Demenz erkrankte Personen ein Jahr lang mit Musik auf den Weg zu ihren eigenen Erinnerungen geführt", berichtete die diplomierte Pflegefachwirtin Elena Schwindt. Sie leitet die diakonische Tagespflege-Einrichtung des Martienstiftes, in der montags bis freitags 15 Gäste im Alter von 59 bis 95 Jahren betreut werden.

Die Teilnehmer des Musik-Momente-Projektes seien förmlich aufgeblüht. "Sie haben Fotos aus längst vergangenen Zeiten sowie Schmuckstücke und Dekoration mitgebracht", erläuterte Elena Schwindt.

Als Albrecht von Blanckenburg dieses Projekt vor einem Jahr begann, habe er nicht geahnt, wie viel schöne und interessante Stunden vor ihm liegen würden. Die Idee, durch Musik ausgelöste Lebenserinnerungen aufzuschreiben und dann in einem Buch zusammenzufassen, sei für ihn neu und spannend gewesen.

"Mit der Zeit brachten viele Gruppenmitglieder ihre Liederwünsche in das Projekt ein. Sie sangen begeistert mit und begannen mit ihren Erzählungen, die immer intensiver geworden sind", sagt der Musiktherapeut. Dabei habe sich ein großer Erfahrungsschatz der Senioren geöffnet.

Im Mittelpunkt des Buches stehe immer ein Lied. "Musik begleitet uns ein ganzes Leben lang, und viele Momente der eigenen Geschichte sind mit Liedern oder Musikstücken verbunden", betont von Blanckenburg. Die Zusammenfassung sei auch ein Beispiel dafür, wie Musik emotionale, spielerische und ergreifende Erinnerungen im Gedächtnis hinterlasse und beim Erklingen wieder lebendig machen könne.

Das so entstandene Büchlein stehe exemplarisch für den Lebensverlauf von Senioren aus ganz Deutschland und werfe ein Schlaglicht auf besondere Momente in ihrem Leben. Vieles stamme aus der Region und aus der Geschichte Barsinghausens: Kohlebergbau, Straßenbahn-Linie 10, Tanzvergnügen, bäuerliches Brauchtum, Vereinsleben und Freizeit bildeten ein buntes Kaleidoskop der Vergangenheit. Das Projekt wird von der Landeskirche und dem Marienstift finanziert.

Wegen des großen Erfolges gibt es schon neue Pläne. "Wir möchten mit Albrecht von Blanckenburg und unseren Tagesgästen ein Theaterprojekt starten. Den Förderantrag haben wir bereits gestellt", erläuterte Elena Schwindt.

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Von Heidi Rabenhorst

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