Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Nabu will den Bullerbach renaturieren

Barsinghausen Nabu will den Bullerbach renaturieren

Das Bullerbachtal ist eines der schönsten Täler am Nordhang des Deisters. Der Nabu Barsinghäuser will die ehemaligen Weiden naturnaher gestalten, den Bullerbach im oberen Teil aus seiner Verrohrung befreien. Gelingt dies, könnte das von der Region Hannover mit 200 000 Euro gefördert werden..

Voriger Artikel
Trauernde erhalten Hilfe bei Aufgefangen
Nächster Artikel
Neues Wohngebiet mit Platz für 50 Einheiten?

Elke Steinhoff und Olaf von Drachenfels vom Nabu-Vorstand zeigen Teilnehmern einer Wanderung, wo der Bullerbach nach seinem Weg durch eine Betonröhre wieder zutage tritt.

Quelle: Haendel

Barsinghausen. Jahrzehntelang wurde das malerische Tal oberhalb des Naturfreundehauses als Pferdeweide genutzt. Verrottete Zaunpfähle und Stacheldraht im Unterholz zeugen noch von der Nutzung. Der Bullerbach, der sich zuvor am Talrand entlang schlängelte, wurde in eine Betonröhre gezwängt – vermutlich um die Böden trocken zu halten und die Nutzfläche zu vergrößern.

Als Kompensation für Baumaßnahmen im Stadtgebiet kauften die Stadtwerke den nördlichsten Teil der Weide und renaturierten den Bachlauf vor wenigen Jahren. Das allerdings reicht dem Nabu noch nicht. „Naturnahe und artenreiche Bachtäler können gerade an Waldrändern sehr wertvoll sein“, betont Nabu-Vorsitzende Elke Steinhoff: „Im Deister gibt es derzeit leider nur das Walterbachtal bei Nienstedt.“

Nach den Vorstellungen des Nabu gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Bullerbachtal naturnaher zu gestalten und für diese Maßnahmen Fördergelder abrufen zu können. Die erste wäre die Ausmagerung der Wiesen durch regelmäßiges Mähen und Entfernen des Schnittmaterials. Der Boden würde stickstoffärmer, der Bewuchs artenreicher.

„Eine weitere Möglichkeit wäre, nichts zu tun und damit das Gelände in einen Naturwald verwildern zu lassen“, sagt Olaf von Drachenfels, stellvertretender Vorsitzender. Denkbar sei auch eine Nutzung der Wiesenflächen als Weide für die extensive Tierhaltung von Gallowayrindern.

Während alle drei Möglichkeiten der Umwandlung des Bullerbachtals einer möglichen finanziellen Förderung durch die Region Hannover nicht widersprechen, ist laut von Drachenfels die Renaturierung des Bachlaufs auf gesamter Länge notwendige Bedingung.

Und da liegt das Problem. Während der Bullerbach im unteren Teil des Tals bereits wieder frei mäandern kann, fließt das Gewässer im obersten Drittel verrohrt unter einer Wiese, bevor er am Fuße einer alten Abraumhalde wieder zutage tritt. Der Grundeigentümer ist nach Aussagen Steinhoffs noch nicht willens, am Zustand etwas zu ändern. „Wir müssen uns zusammensetzen. Sollte es uns gelingen, den Grundeigentümer zu überzeugen, könnten wir hier ein wunderbares und Pflanzen und Tieren artenreiches Biotop schaffen“, wirbt sie für eine Umsetzung.

Von Mirko Haendel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6sl8pys09691ms0y0izp
Große Polizeikontrolle auf B 65 in Bantorf

Fotostrecke Barsinghausen: Große Polizeikontrolle auf B 65 in Bantorf

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de