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Bürgermeister braucht drei Millionen Euro

Barsinghausen Bürgermeister braucht drei Millionen Euro

Um kurzfristig für die Unterbringung von Flüchtlingen Immobilien kaufen zu können, will Bürgermeister Marc Lahmann von Rat die Ermächtigung, über drei Millionen Euro frei verfügen zu können. "Wir wollen gewappnet sein, wenn der Platz in Wohnungen und dem Heim am Ohweg nicht ausreicht", sagt Lahmann.

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Für den möglichen Ankauf von Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlichen möchte Bürgermeister Marc Lahmann über drei Millionen Euro frei verfügen.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Dabei geht es nicht darum, ein großes Objekt zu erstehen, sondern sobald erforderlich mehrere kleinere. „Wir wollen gewappnet sein, wenn der Platz in Wohnungen und dem Heim am Ohweg nicht ausreicht“, sagt Lahmann.

Die Ermächtigung soll vom Rat der Stadt bewilligt werden, wenn am nächsten Donnerstag über den zweiten Nachtragshaushalt beraten wird. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen 2015 würde von bisher rund 8,34 Millionen auf 11,34 Millionen steigen.
Lahmann rechnet damit, dass trotz des geplanten Neubaus eines Flüchtlingswohnheims an der Hannoverschen Straße sowie einer Vertragsverlängerung für das Heim in Großgoltern am Ohweg der Platz für Neuankömmlinge nicht reichen wird.

Die Stadt werde weiterhin das Ziel verfolgen, die Menschen hauptsächlich in angemieteten Wohnungen unterzubringen – 40 Wohnungen sind es bislang, 170 Flüchtlinge wohnen darin.
Doch der Markt verändere sich rasant, sagt der Bürgermeister. Es könne notwendig werden, kurzfristig Immobilien zu kaufen. Zwar habe die Stadt eigene Gebäude, doch die seien für Wohnzwecke nicht geeignet. So fehlten dort sanitäre Anlagen. Ein Umbau sei nicht wirtschaftlich. Auch könnten die Brandschutzauflagen nur unter sehr großem Aufwand erfüllt werden.

Barsinghausen müsse ab sofort 52 Flüchtlinge zusätzlich pro Monat aufnehmen. Anfang vergangener Woche lag der Verteilerschlüssel noch bei 45, berichtet Erster Stadtrat Georg Robra.

Die Immobilien sollen wenn irgendmöglich nicht an den politischen Gremien vorbei gekauft werden. Zudem habe Wirtschaftlichkeit Priorität. Es könne allerdings sein, das schnelles Handeln notwendig werde, betont der Bürgermeister. Dann sei das Verfahren, die Gremien zu beteiligen zu zeitraubend.

Konkrete Kaufobjekte gebe es zurzeit nicht. Die Kredite, welche die Stadt beim Immobilienkauf aufnehmen müsste, bezeichnet Lahmann als durchlaufende Posten. Die würden mit dem Geld abgezahlt, das die Stadt von der Region für die Unterbringung von Flüchtling bekommt.
Auf Grund des Anstiegs der Flüchtlingszahlen will die Stadt im nächsten Jahr drei weitere Sozialarbeiter einstellen.

Von Jörg Rocktäschel

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