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Neue Benjeshecke ist Lebensraum und Barriere

Barsinghausen Neue Benjeshecke ist Lebensraum und Barriere

Eine Benjeshecke grenzt seit Sonnabend den Nabu-Wald nahe der Siedlung Höhenluft ab. 19 Helfer schichteten dafür innerhalb kurzer Zeit Äste gefällter Fichten auf, die einen Lebensraum für Insekten, Amphibien, Vögel und kleine Säugetiere, aber auch eine Barriere gegen unerwünschtes Betreten, bilden sollen.

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19 Helfer packen beim Aufschichten der Benjeshecke im Nabu-Wald nahe der Siedlung Höhenluft mit an.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. Vor eineinhalb Jahren hatte der Landesverband des Naturschutzbunds acht große, aber nicht mehr standsichere Fichten auf seinem rund einen Hektar großen Waldstück, das die Barsinghäuser Ortsgruppe betreut, fällen lassen. Die "Unordnung" durch die verbliebenen Äste habe aber zur illegalen Abfallentsorgung verleitet, erläuterte Elke Steinhoff, Vorsitzende des Nabu Barsinghausen. "Seitdem sind dort immer wieder Gartenabfälle abgeladen worden", sagte sie. Trotz eines Verbotsschilds fanden die Nabu-Mitglieder regelmäßig neue Grünabfälle, insbesondere große Mengen Rasenschnitt, in dem Waldstück vor.

Das soll die rund 20 Meter lange und 1,80 Meter hohe Benjeshecke nun verhindern. Dank der vielen Helfer war die Barriere in weniger als einer Stunde errichtet. "Es ist erstaunlich, was man so alles in einer Stunde schaffen kann", sagte der stellvertretende Vositzende Olaf von Drachenfels erfreut. Zusätzlich zu vielen Mitgliedern konnte der Vorstand mehrere Flüchtlinge begrüßen, die beim Aufbau der Totholzhecke engagiert mit zupackten. "Wir haben noch nie so viele Helfer bei einem Arbeitseinsatz gehabt", ergänzte Steinhoff. 

In der entstandenen Benjeshecke sollen nun möglichst viele Tiere einen Lebensraum finden. Sie sei als Brutplatz für Vögel wie den Zaunkönig ebenso wie als Unterschlupf für Amphibien wie Erdkröten und Salamander sowie Kleinsäuger wie Mäuse und Igel geeignet, sagte Steinhoff. "Sie ist auch sinnvoll, weil darin viele Tiere frostfrei überwintern können", betonte sie.

Im Spätherbst will der Vorstand den Nabu-Wald weiter gestalten. Statt hoher Fichten sollen dann Sträucher wie Holunder, Schwarz- und Weißdorn sowie Haselnuss auf der Fläche stehen. "Fichten sind hier nicht standortgerecht und einheimisch. Das sind eigentlich Hochgebirgspflanzen", sagte Steinhoff. "Wir wollen einen Mischwald haben, in dem Nadelgehölze außer Eiben nichts verloren haben", erläuterte sie. Spätestens zum Pflanzen der Sträucher werde der Nabu wieder zum Arbeitseinsatz auf der Fläche einladen, kündigte die Vorsitzende an.

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Von Carsten Fricke

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