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Neuer Asphalt soll den Schall schlucken

Großgoltern Neuer Asphalt soll den Schall schlucken

Wenn die Region Hannover im nächsten Jahr die Fahrbahn der Hauptstraße in Großgoltern sanieren lässt, soll ein spezieller, Lärm mindernder Asphalt eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt: „Für die Region Hannover ist es die erste Teststrecke“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

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Die Hauptstraße in Großgoltern erhält im nächsten Jahr eine neue Fahrbahndecke.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Regionsverwaltung als zuständige Baubehörde für die Ortsdurchfahrt geht davon aus, dass die Sanierung der Hauptstraße etwa vier Monate dauern wird. Einen Starttermin gebe es noch nicht, aber „wir planen, über die Sommerferien zu bauen“, wie Abelmann erläutert.

Der Einsatz von Lärm minderndem Asphalt lohnt sich nach Einschätzung der Region nur bei einer hohen Verkehrsbelastung sowie dicht an der Straße liegender Bebauung. Beides sei an der Hauptstraße gegeben. Aus diesen Gründen sei im vergangenen Jahr Großgoltern für das Pilotprojekt ausgesucht worden.

Nach den Worten des Regionssprechers soll nicht die als Flüsterasphalt von Autobahnen bekannte Asphaltmischung eingesetzt werden, weil diese unter Tempo 70 kaum wirkt. Statt dessen hat die Regionsverwaltung die Wahl zwischen mehreren relativ neuen, Lärm mindernden Materialien, die auch bei Tempo 50 noch einen deutlich wahrnehmbaren Effekt erzielen sollen. Technisch handelt es sich zumeist um Mischungen, die eine gröbere Gesteinskörnung und damit einen höheren Hohlraumanteil innerhalb des Asphalts aufweisen. Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen laut Region, dass sich der Lärmpegelwert so um etwa zwei bis vier Dezibel senken lässt. In der Auswirkung sei das beträchtlich, erläutert Abelmann: „Das menschliche Ohr empfindet eine Reduzierung um drei Dezibel als Halbierung des Läms.“

Die Region hat 450 000 Euro für die Baumaßnahme eingeplant, die Kosten für den Lärm mindernden Asphalt lägen nur „leicht höher“ als üblich, erläutert Abelmann. Bei knapp 10 000 Fahrzeugen pro Tag in Goltern sei das „eine lohnende Investition, da hörbar.“

Von Andreas Kannegießer

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