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Barsinghausen

Neuer Einsatzwagen für die Samariter


Der Kreisverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat einen neuen Einsatzleitwagen (ELW) bekommen. Der Ford Transit hat einen Wert von rund 50.000 Euro, etwa 37.000 Euro steuerte das Land Niedersachsen bei. Das Fahrzeug wird vom ASB mit seiner Schnelleinsatzgruppe als Einsatzleitwagen für den Katastrophenschutz genutzt.
Foto: Uwe Schünemann (links) übergibt den Schlüssel an Julia Mehla und Werner Guder.

Uwe Schünemann (links) übergibt den Schlüssel an Julia Mehla und Werner Guder.

© Kannegießer

Barsinghausen. Minister Schünemann sagte, dass der Katastrophenschutz lange Zeit nicht mehr so im Blickpunkt gestanden habe. „Aber die Anschläge vom 11. September 2001 haben gezeigt, dass der Katastrophenschutz wichtig ist.“ Deutschland sei in diesem Bereich besonders gut aufgestellt „wegen des Zusammenspiels von haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften“. Schünemann lobte den ASB als Organisation, „die sich bewährt hat und auf die man setzen kann“.

ASB-Landesvorsitzender Manfred Püster freute sich darüber, dass das Land auch in Zeiten knapper Kassen das nötige Geld für den Katastrophenschutz aufbringe. „Ich hoffe, dass das Fahrzeug nie zum Einsatz kommen muss“, sagte er. Auch der Polizeipräsident betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Kräfte. „Es ist wichtig, dass wir gut vorbereitet sind“, sagte Brockmann.

SEG-Leiterin Julia Mehlau bedankte sich stellvertretend für alle ASB-Helfer für das neue Fahrzeug und würdigte das große Interesse an der Fahrzeugübergabe. „Ich freue mich auch über die Würdigung des Ehrenamtes“, sagte sie. In der ASB-Schnelleinsatzgruppe hätten im vergangenen Jahr 57 Helfer rund 1300 Einsatzstunden geleistet.

Das neue Einsatzleitfahrzeug ist mit umfangreicher Technik ausgestattet. „Der ELW ist so etwas wie ein Informationsknotenpunkt“, sagte der Gruppenführer der ASB-Schnelleinsatzgruppe, Dirk Schumacher. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Besprechungsraum für zwei bis sechs Personen. „Dort laufen in einem Einsatzfall alle Informationen auf und werden weiterverteilt.“ Dazu verfügt das neue Fahrzeug über vier Funkgeräte – jeweils zwei auf dem Zwei-Meter-Band zur Kommunikation an der Einsatzstelle und im Vier-Meter-Band-Bereich zur Verständigung mit überörtlichen Leitstellen.

Zusätzlich ist im Einsatzleitwagen eine komplette Notarztausrüstung vorhanden. Dazu gehört ein Notarztrucksack, aber auch ein mobiles EKG-Gerät mit Defibrillator, ein Beatmungsgerät und ein Absauggerät zum Freimachen der Atemwege von Verletzten. Das Fahrzeug werde auch bei Einsätzen wie etwa bei Fußballspielen benutzt, sagte Schumacher.

Andreas Kannegießer

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