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Niklas Mackschin: Rennfahrer mit Bodenhaftung

Barsinghausen Niklas Mackschin: Rennfahrer mit Bodenhaftung

Zwei Europameistertitel hat Niklas Mackschin aus Barsinghausen bereits einfahren können. Auch im Jahr 2017 war der 23-jährige Rennfahrer wieder erfolgreich. Im internationalen Renault Clio-Cup holte er die Vizemeisterschaft. Trotz dieser Erfolgsserie soll seine Leidenschaft jedoch auch zukünftig nur ein Hobby bleiben.

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Motorsportler Niklas Mackschin präsentiert stolz eine seiner zahlreichen Trophäen.

Quelle: Marcel Sacha

Barsinghausen. Für das oberste Treppchen hat es am Ende nicht ganz gereicht. Dennoch zieht Mackschin eine positive Saisonbilanz. "Dafür, dass es meine erste Saison mit dem neuen Auto war, kann ich mit dem Ergebnis zufrieden sein", sagt er.

Unter anderem sprang ein Sieg im französischen Dijon heraus. "Das war ein klasse Rennen", erinnert sich Mackschin. Innerhalb von drei Runden konnte er sich dort von Position sechs an die Spitze des Feldes setzen.

Im Verlauf seiner Rennfahrerkarriere saß der 23-Jährige schon in weitaus schnelleren Autos als seinem 220 PS starken Renault Clio. Im Jahr 2016 ging er bei drei Rennen in der renommierten Rennserie GT Masters in einem BMW M6 mit 585 Pferdestärken an den Start.

Seine Leidenschaft für den Motorsport entwickelte der Barsinghäuser bereits als kleiner Junge. "Ich habe mit meinem Vater immer die Formel 1 im Fernsehen verfolgt und war begeistert." An ein eigenes Auto war aufgrund seines Alters erst einmal nicht zu denken. So setzte sich Mackschin im Alter von 13 Jahren das erste Mal in ein Kart. In seinem ersten Rennen belegte er direkt den fünften Rang. "Da wurde mir bewusst, dass ich ein gewisses Talent habe", sagt Mackschin.

Doch dies alleine reicht nach seinen Worten häufig nicht aus, um auf der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. "Ohne entsprechendes Kapital funktioniert das nicht." Ursächlich hierfür sei vor allem, dass Rennfahrer in der Regel nicht bei ihren Teams angestellt seien, sondern sich einkaufen müssten.

Daher beschränkt sich Mackschins Aufgabenbereich nicht nur auf das Fahren. Dazu gehört auch die Suche nach Sponsoren. "Sonst müssten meine Eltern und ich alles alleine stemmen." So war es dem 23-Jährigen zufolge in seinen Anfangsjahren. Bis heute unterstützt ihn seine Familie dabei, seiner Leidenschaft nachgehen zu können. "Dafür bin ich ihr unendlich dankbar."

Als Gegenleistung macht Mackschin in der Firma seines Vaters regelmäßig Überstunden - gerne auch an den rennfreien Wochenenden. "Das ist für mich eine Ehrensache." Im Familienbetrieb sieht der gelernte Zerspanungsmechaniker auch eher seine berufliche Zukunft als auf den Rennstrecken dieser Welt. "Obwohl ich weiß, dass ich talentiert bin, wird der Motorsport voraussichtlich ein Hobby bleiben", sagt Mackschin.

Für das kommende Jahr hat sich der Barsinghäuser vorgenommen, alles aus seinem Renault herauszuholen. Vielleicht reicht es dann sogar für seinen dritten großen Titel.

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Der 23-Jährige fährt seit diesem Jahr im Renault Clio Cup Central Europe.

Quelle: privat

Von Marcel Sacha

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