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Noch ist Platz für Flüchtlinge

Barsinghausen Noch ist Platz für Flüchtlinge

Die Stadt Barsinghausen ist eine der wenigen Kommunen im weiten Umkreis, in der die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern bisher noch keine Probleme bereitet. Nach Mitteilung der Verwaltung gibt es derzeit sogar noch 60 freie Plätze im Stadtgebiet.

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Rat und Verwaltung wollen die Asylbewerberunterkunft am Ohweg eigentlich aufgeben. Bei einem weiteren Zustrom von Flüchtlingen erscheint eine Verlängerung des Mietvertrages denkbar.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. „Im Verhältnis sind wir gut aufgestellt“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann. Das Stadtoberhaupt sieht als Grund dafür vor allem die große Bereitschaft von Wohnungseigentümern, ihren Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. „Den Vermietern gilt unser herzlicher Dank“, sagt Lahmann. Er hoffe, dass diese Bereitschaft auch in Zukunft anhalte, „damit wir nicht auf Turnhallen und ähnliche Einrichtungen zurückgreifen müssen“. Die Stadt verfügt nach Lahmanns Worten inzwischen in vielen Ortsteilen „über kleine und größere Objekte“ zur Unterbringung zugewiesener Flüchtlinge. Erst jüngst hat die Stadt sich vertraglich den Zugriff auf ein größeres Gebäude in einem Ortsteil gesichert. Details dazu will der Bürgermeister nicht nennen. Die Verwaltung beruft sich auf „Datenschutz“. Lahmann lässt durchblicken, dass die Stadt es Extremisten nicht zu einfach machen will, die Unterkünfte von Flüchtlingen zu lokalisieren. Die Stadt Barsinghausen hat im ersten Halbjahr dieses Jahres 98 Asylsuchende untergebracht, gemäß der aktuellen Aufnahmequote von Dezember 2014 werden der Kommune bis Ende September wohl weitere 48 Menschen zugewiesen. Insgesamt leben zurzeit 54 Flüchtlinge im Asylbewerberheim in Großgoltern, 143 in von der Stadt angemieteten Wohnungen und 65 in selbst gemieteten Wohnungen. 46 Plätze in Wohnungen und 14 im Golterner Heim sind derzeit frei.

Stadt hat mehrere Optionen

Die Barsinghäuser Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich die derzeit noch entspannte Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen zum Jahresende hin schwieriger gestalten könnte. Im Rathaus liegen Ankündigungen vor, nach denen landesweit ab Oktober weitere 37 500 Asylbewerber untergebracht werden müssen. Für Barsinghausen würde das bedeuten, dass 183 Menschen zusätzlich aufgenommen werden. Eine neue Quote sei aber noch nicht veröffentlicht, teilt die Verwaltung mit.

Die Stadt hat verschiedene Optionen: Sie könnte den längst beschlossenen, aber aufgeschobenen Bau einer Asylbewerberunterkunft an der Hannoverschen Straße vorantreiben. Außerdem scheint es denkbar, den eigentlich für 2016 geplanten Abriss des Asylbewerberheims am Ohweg noch einmal zu verschieben. „Das müsste vom Rat diskutiert werden“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann. Grundsätzlich stehe aber immer noch der Beschluss, Goltern aufzugeben und in der Kernstadt neu zu bauen. Die Verwaltungsspitze hat überdies einen Verkaufsstopp für städtische Gebäude verfügt, die eigentlich nicht mehr benötigt werden.

Lahmann nennt beispielhaft das alte Feuerwehrhaus an der Hinterkampstraße, den ehemaligen Kindergarten Stemmen und die Alte Schule in Bantorf. All diese Gebäude könnten im Notfall für die Flüchtlingsunterbringung hergerichtet werden.

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