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Nordstadt: Siedlung soll attraktiver werden

Barsinghausen Nordstadt: Siedlung soll attraktiver werden

Stadtverwaltung und Politik in Barsinghausen planen gemeinsam einen großen Wurf für die Siedlung nördlich der Bahn: Ein Quartierskonzept soll Möglichkeiten aufzeigen, wie sich die Probleme der Nordstadt eventuell lösen lassen.

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In der Barsinghäuser Nordstadt gibt es viele sanierungsbedürftige Altbauten.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Alte, häufig kaum gedämmte Siedlungshäuser und riesige rückwärtige Grundstücke, die sich von den oft älteren Bewohnern kaum noch bewirtschaften lassen – die Probleme der Siedlung sind seit Jahren bekannt. Baumängel an den Gebäuden machen die Immobilien häufig schwer verkäuflich. Viele ältere Bewohner der Siedlung würden sich nur zu gerne von ihrem Eigentum trennen. Junge Familien und Zuzügler denken aber meist gar nicht daran, eines der älteren Häuser zu übernehmen und bauen sich lieber in Neubaugebieten ihr Wunschhaus.

Die Klimaschutzagentur Region Hannover wird nun im Auftrag der Stadt ein Quartierskonzept erstellen. Darin soll unter anderem aufgezeigt werden, wie die Siedlungsbewohner beraten und bei Fragen etwa zum Umbau ihrer Gebäude und zur Energieeinsparung unterstützt werden könnten. Ziel ist es auch, auf den großen Grundstücken neue Wohneinheiten zu schaffen. In dem Konzept soll deshalb auch untersucht werden, wie und wo rückwärtige, schwer erreichbare Grundstücke erschlossen werden können. „Wir wollen die Ideen der Bewohner einbeziehen und mit den Leuten arbeiten“, sagt Udo Scherer von der Klimaschutzagentur. „Und wir brauchen Investoren und Planer mit Visionen.“

Die Erstellung des Quartierskonzeptes wird etwa 50 000 Euro kosten. Die Stadt Barsinghausen muss dabei voraussichtlich nur rund 7500 Euro selbst finanzieren, der Rest ist über Zuschüsse des Landes und der KfW-Förderbank abgedeckt. Die Stadt und die Klimaschutzagentur kalkulieren mit etwa drei Monaten für die Förderanträge sowie anschließend einem Jahr Bearbeitungsdauer, bis das fertige Quartierskonzept vorliegen wird.

Bei der Ausarbeitung des Quartierskonzeptes für das Siedlungsgebiet setzen Stadtverwaltung und Klimaschutzagentur auf die Mithilfe der örtlichen Vereine. Eine Schlüsselrolle sollen die Siedler übernehmen.

Bearbeitet wird nun vor allem das Siedlungsgebiet zwischen der Hannoverschen Straße und dem Gänsefußweg. „Die Siedler sind dort unser erster Ansprechpartner“, betont Scherer. „Die Akteure vor Ort müssen mitgenommen werden“, fordert auch CDU-Fraktionsvorsitzender Gerald Schroth. Der Barsinghäuser Siedler-Vorsitzende Rondo Beckmann betont ebenfalls die wichtige Rolle des eigenen Vereins als Bindeglied zwischen Planern, Verwaltung und Klimaschutzagentur auf der einen Seite und den Siedlungsbewohnern auf der anderen Seite. „Die Siedler schaffen Vertrauen“, sagt er. Mit den bisherigen Vorarbeiten für das Quartierskonzept ist Beckmann aber noch nicht zufrieden. Die Ergebnisse seien „viel zu theoretisch“ und gingen an der Lebenswirklichkeit vorbei, sagt der Siedler-Vorsitzende.

Der Auftrag für das Quartierskonzept geht zurück auf einen Antrag, den die CDU bereits vor zwei Jahren im Rat eingebracht hat. Zu diesem Thema herrscht inzwischen längst Einigkeit in der Politik: „Wir finden das geplante Quartierskonzept ganz großartig“, sagt SPD-Ratsfrau Marlene Hunte-Grüne. Das jetzt zu erarbeitende Quartierskonzept könnte aus ihrer Sicht eine Vorbildfunktion haben. „Es gibt viel Bedarf auch in anderen Ortsteilen für ähnliche Konzepte“, betont Hunte Grüne.

Von Andreas Kannegießer

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