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Nordstadt soll neue Impulse erhalten

Barsinghausen Nordstadt soll neue Impulse erhalten

Die Nordstadt soll Impulse für eine modernere Wohnbebauung erhalten. Dafür haben sich Jörg Vandreier und Helmut Steinert vom Forum für Politik und Kultur, Heinz Schmidt, stellvertretender Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Barsinghausen, und Erster Stadtrat Georg Robra ausgesprochen.

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Hinter vielen Altbauten aus den Dreißiger- bis Fünfzigerjahren befinden sich große Gärten, die für eine zusätzliche Wohnbebauung geeignet sind.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. „Wir würden uns für Barsinghausen wünschen, dass alle Kräfte, die an der Entwicklung der Nordstadt interessiert sind, zusammenarbeiten“, sagte Steinert. Als Vorbild führen er und Vandreier die Stadtentwicklung in Osterholz-Scharmbeck an. Bei einer Besichtigung mit Schmidt und Robra hatten sie sich im Februar über ein Konzept zur Planung und Realisierung von Projekten in älteren Siedlungsgebieten der Stadt nordöstlich von Bremen informiert, in das viele Einwohner, Vereine und Verbände einbezogen sind.
Ein solches Konzept sei auch für Barsinghausen sinnvoll, sind Vandreier und Steinert überzeugt. Sie berufen sich zusätzlich auf einen Beschluss vom November 2014, in dem der Rat der Stadt Barsinghausen sich einstimmig für ein städtebauliches Entwicklungsprogramm für Siedlungsgebiete mit überwiegend älteren Einfamilienhäusern aussprach. „Doch danach haben wir nie wieder etwas davon gehört“, bemängelte Vandreier.
Um ein Konzept vorzubereiten, erarbeiteten die beiden Barsinghäuser sieben Thesen zur Verdichtung und Modernisierung der Nordstadt. Darin sprechen sie sich gegen neue Baugebiete aus. Sie fordern stattdessen unter anderem Beratungsangebote und Kooperationsmodelle zur Sanierung alter Siedlungshäuser sowie zur Bebauung von Freiflächen. Viele der Häuser aus den Dreißiger- bis Fünfzigerjahren seien stark sanierungsbedürftig und stünden auf bis zu 1250 Quadratmeter großen Grundstücken, auf denen Platz für weitere Wohnhäuser vorhanden sei. Durch Kooperation mehrerer Grundstückseigentümer wären zum Beispiel bessere Zuwegungen zu solchen Neubauten denkbar. Wie in Osterholz-Scharmbeck sei auch denkbar, ein altes Siedlungshaus zu einem Musterhaus für altersgerechtes Wohnen umzubauen. „Das Haus könnte dann zu einem Beratungsort und Treffpunkt für ältere Bürger werden“, sagte Steinert.
Den Ideen zur Belebung und Modernisierung des Stadtteils steht Robras Meinung nach nichts entgegen. Er sieht eine grundsätzlich hohe Attraktivität der Nordstadt mit einer guten Nahversorgung, mehreren Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen und einer hervorragenden Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr.
„Es ist schade, dass eine so attraktive Wohngegend so unter Wert verkauft wird“, sagte Robra. „Die Chance, die in dem Quartier liegt, haben wir auch in der Stadtverwaltung gesehen – es fehlt nur der zündende Impuls.“ Insgesamt gebe es in dem Stadtteil eine große Diskrepanz „zwischen top-sanieren Häusern und Gebäuden in ihrem Urzustand“.
„Wir müssen deshalb mit der Verwaltung und Politik zusammenkommen“, sagte Heinz Schmidt im Namen der Siedlergemeinschaft, der rund 570 Hauseigentümer angehören. Robra schlug vor, ein erstes Treffen für alle Anlieger, Vertreter der Stadt sowie Bauunternehmer, Handwerker und andere mögliche Kooperationspartner zu organisieren, um die Ideen weiter zu entwickeln. Vandreier und Steinert kündigten an, bis zum Sommer zu einem solchen Austausch einladen zu wollen.

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Von Carsten Fricke

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