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Erste Hilfe für die Seele

Calenberger Land Erste Hilfe für die Seele

Es sind Nachrichten, die täglich in den Zeitungen zu lesen sind: Verkehrsunfälle, Brände und weitere tragische Ereignisse, bei denen immer wieder auch Schwerverletzte und auch Todesopfer zu beklagen sind. Neben Einsatzkräften der Feuerwehr, der Polizei und des Rettungsdienstes gibt es noch weitere Ehrenamtliche, die im Calenberger Land Menschen am Einsatzort helfen: die Notfallseelsorger des Kirchenkreises Ronnenberg.

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Renate Kösel-Görtz ist seit mehr als einem Jahrzehnt als Notfallseelsorgerin im Einsatz.

Quelle: Marcel Sacha

Calenberger Land. Eine von ihnen ist Renate Kösel-Görtz. Gemeinsam mit rund einem Dutzend weiteren Ehrenamtlichen kümmert sich die 65-Jährige bei Unfällen, aber auch bei Suiziden, dem plötzlichen Tod von Kindern oder der Überbringung einer Todesnachricht in den ersten Stunden nach der Schreckensnachricht um die Angehörigen.

"Wir betreiben Erste Hilfe für die Seele", sagt Kösel-Görtz. Dazu gehört ihren Ausführungen zufolge in erster Linie die Aufgabe, einen Teil des Schmerzes, der Wut oder der Verzweiflung der Angehörigen auf ihren Schultern abzuladen und die unterschiedlichen Emotionen mit den Betroffenen gemeinsam auszuhalten. "Wir bleiben, wenn andere Menschen weggehen", sagt die Notfallseelsorgerin.

Anschließend geht es laut Kösel-Görtz darum, eine Struktur für die Zeit nach den ersten Stunden des Verlustes zu schaffen. "Dazu gehört unter anderem, nach Hilfe in der Nachbarschaft zu suchen und die Betroffenen über die Möglichkeiten einer langfristigen und professionellen Hilfe aufzuklären", sagt sie.

Die Notfallseelsorger stehen jedoch nicht nur den Angehörigen zur Verfügung. Immer häufiger nähmen auch die Feuerwehrleute vor Ort die Hilfe von Kösel-Görtz und ihren Mitstreitern in Anspruch, berichtet die 65-Jährige. Als sie vor 16 Jahren mit der Notfallseelsorge begann, sei dies noch anders gewesen, sagt sie. "Mittlerweile sind die Einsatzkräfte unserem Angebot gegenüber aufgeschlossener." Dies liegt ihr zufolge auch an der inzwischen "hervorragenden Zusammenarbeit und dem aufgebauten Vertrauen" unter den verschiedenen Einsatzkräften.

Ihr Beweggrund, im Jahr 1999 sich in der Notfallseelsorge zu engagieren, sei damals persönlicher Natur gewesen, sagt Kösel-Görtz. "Ich wollte dadurch etwas von der Zuwendung, die ich von meinen Mitmenschen im Laufe meines Lebens erfahren habe, zurückgeben", erklärt sie. Die ehrenamtliche Arbeit habe zudem ihren Blick auf die Gesellschaft nachhaltig verändert. Sie sehe dadurch viele Dinge differenzierter und sei dadurch in vielen Lebenssituationen demütiger geworden, sagt die Notfallseelsorgerin.

Woche der Diakonie: Das Programm

Freitag, 1. September, 17 bis 20 Uhr: Interkulturelles Sommerfest auf dem Mont-Saint-Aignan-Platz an der Klosterkiche in Barsinghausen

Sonnabend, 2. September, 11 bis 14 Uhr: „Ein Teil mehr für den offenen Mittagstisch“, Konfirmanden sammeln vor dem Penny- und dem Rewe-Markt in der Berliner Straße in Empelde Sachspenden

Sonntag, 3. September, 10.30 Uhr: Gottesdienst in der Klosterkirche Wennigsen; 11.30 bis 14 Uhr: Geburtstagsfeier der Kinderkantine mit Familienfest im Kinder- und Jugendhaus

Montag, 4. September, 10 Uhr: Gemeinsames Singen zum Thema „Liebe“ im Alten- und Pflegeheim Marienstift in Barsinghausen (Schillerstraße 1)

Dienstag, 5. September, 12 Uhr: Zehn Jahre offener Mittagstisch – Gespräche am Grill, Johanneskirchengemeinde Empelde

Mittwoch, 6. September, 14 bis 17 Uhr: Tag der offenen Tür im Sozialpsychiatrischen Zentrum Petrushof in Barsinghausen und um 15 Uhr: Kreatives Gestalten zum Thema Hoffnung im Alten- und Pflegeheim Marienstift in Barsinghausen

Donnerstag, 7. September, 10 bis 13 Uhr: Geburtstagsfeier des Diakonie-Lädchens Empelde (Nenndorfer Straße 63); 15 bis 17 Uhr: Herbstfest des Diakonie-Lädchens kids in Empelde mit Aktionen für Kinder (Ronnenberger Straße 22)

Freitag, 8. September: Andacht zum Thema Glaube, Hoffnung, Nächstenliebe, Alten- und Pflegeheim Marienstift in Barsinghausen

Von Marcel Sacha

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