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Oberschule: Politik wartet auf Zahlen

Barsinghausen Oberschule: Politik wartet auf Zahlen

Soll die Lise-Tetzner-Schule (LTS) mit der Goetheschule (KGS) fusionieren? Die Stadtverwaltung denkt darüber nach. Die Politik ist sich einig: Zunächst müssen alle Zahlen und Fakten auf dem Tisch liegen, dann erst kann abgewogen werden, wie die Zukunft der Schullandschaft gestaltet werden soll.

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Im Falle einer Fusion mit der Lise-Tetzner-Schule müsste für die Goetheschule (KGS) ein Anbau her.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Die Verwaltung müsse alle Möglichkeiten abklopfen, um auch künftig einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, stimmen die Fraktionsvorsitzenden Peter Messing (SPD), Roland Zieseniß (CDU) und Bernhard Klockow (FDP) überein. Die Stadt dürfe nicht ins Minus rutschen. Beraten werden könne in den Fraktionen aber erst, sobald die Verwaltungsvorlage da sei.

Schule sei stets auch ein emotionales Thema, meint Messing. Daher müssen Schüler, Eltern und Lehrer einbezogen werden. Es sei gut, dass die Verwaltung früh an die Öffentlichkeit gegangen sei, damit alle informiert sind. „Wir sind zwar keine Freunde der Oberschule. Doch das bezieht sich nicht auf die LTS“, sagt Messing. Die Schließung einer Schule sei nie schön: „Weil es immer jemanden trifft, der nichts dafür kann.“

Viel Gesprächsbedarf sieht auch Zieseniß. Die CDU halte die Oberschule für eine gute Schulform und erst zwei Jahre Anlaufzeit seien nicht lang. Die Nähe zum Gymnasium sei ein Vorteil. Aber es müsse auch berücksichtigt werden, was die Stadt teuerer kommt: Die notwendige Sanierung einiger Trakte am Schulzentrum Spalterhals oder ein Anbau an die KGS.

Zu bedenken sei auch, dass die Kapazitäten am Schulzentrum noch gebraucht werden könnten, wenn noch mehr Flüchtlinge in der Stadt leben. Und die Kinder aus Egestorf, dem zweitgrößten Stadtteil, hätten bei einer Schließung längere Schulwege.
Für Klockow ist es wichtig zu klären, welche Qualität sich durch die Veränderung ergibt: „Wir haben für die Oberschule gestimmt. Aber nichts ist für die Ewigkeit.“ Bei der Entscheidung müssten die Veränderungen der Schülerzahlen ebenso berücksichtigt werden, wie die großen finanziellen Lasten, welche auf die Stadt in beiden Schulzentren zukommen.
„Wir müssen alles sehr gut überlegen, aber wir müssen uns nicht morgen entscheiden“, sagt Klockow. Nach seiner Einschätzung werde die Stadtverwaltung für die Planung noch einige Zeit benötigen. Die Mitarbeiter seien mit dem konkreten Projekt Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule und der Bereitstellung von Unterkünften und Wohnraum für die Flüchtlinge sehr stark gefordert.

Erster Stadtrat Georg Robra hatte den Fusionsvorschlag gemacht, weil er neben dem Rückgang der Schülerzahlen eine Veränderung bei der Wahl der Schulform erwartet. Neben dem Gymnasium werde künftig die KGS favorisiert werden, an der Lisa-Tetzner-Schule würden die Anmeldungen sinken. Die hat 396 Schüler, 103 besuchen die Oberschule, 43 die Haupt- und 250 die Realschule. An der KGS ist die Schülerzahl zwar in den vergangenen acht Jahren von 1303 auf 896 gesunken. Doch sie ist stark gefragt, eröffnete 2014 sieben Züge und dies Jahr sechs Klassen.

Von Jörg Rocktäschel

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In die Schullandschaft Barsinghausens gerät Bewegung. Erster Stadtrat Georg Robra befürchtet, dass sich die Stadt langfristig die Lise-Tetzner-Schule (LTS) als Oberschule am Standort im Schulzentrum Am Spalterhals nicht mehr leisten kann. Er regt eine Fusion mit und in der KGS-Goetheschule an.

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