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Ökostation besteht seit 30 Jahren

Großgoltern Ökostation besteht seit 30 Jahren

Seit der Gründungssitzung des gemeinnützigen Vereins Ökostation Deister-Vorland vor 30 Jahren haben die Mitglieder in und um Barsinghausen Akzente für den Umweltschutz gesetzt und sich unter anderem für die biologische Landwirtschaft eingesetzt. Eine Zwischenbilanz.

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Seit Anfang wird in der Ökostation auf umweltfreundliche Energieerzeugung gesetzt.

Quelle: Fricke

Barsinghausen. „Damals gab es Pestizidvorkommen im Eckerder Grundwasser“, sagt Vereinsvorsitzender Frank Roth mit Verweis auf damalige Messungen am Trinkwasserwerk. Daher habe der Verein auf das Problem aufmerksam gemacht, Seminare zur ökologischen Landwirtschaft angeboten und Alternativen zum Pestizideinsatz aufgezeigt.

Weitere Schwerpunkte waren der Einsatz regenerativer Energien, Projekte für den Gewässerschutz sowie die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche. Neben Schulklassen und Kindergartenkindern betreute die Ökostation jahrelang eine eigene Kindergruppe und arbeitete mit den teils noch jungen Umweltämtern der Stadtverwaltungen zusammen.

„Damals gab es viele staatliche oder kommunale Stellen für den Umweltschutz in der heutigen Form noch gar nicht“, betont Jutta Volz, stellvertretende Vorsitzende. Das habe sich geändert und sei auch eine Folge davon, dass sich viele Bürger stark für den Umweltschutz eingesetzt haben. Auch der Verein änderte sein Angebot in den vergangenen 30 Jahren. „Heute konzentrieren wir uns auf die Arbeit in der Jugendumweltbildung“, sagt Roth. Zudem engagiere sich die Ökostation mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz für den Erhalt alter Apfel- und Tomatensorten, betreibt das Seminarhaus Ekom, kooperiere mit Schulen und einer Jugendorganisation im weißrussischen Gomel und habe ein Projekt mit einer Roma-Organisation in Südserbien. Im Seminarhaus können die Gruppen übernachten.

Viele Aktivitäten werden von Ehrenamtliche getragen. Mit Christoph Schumacher hat die Station einen angestellten Mitarbeiter. Ab September soll er Verstärkung durch einen Helfer bekommen, der ein Freiwilliges Ökologisches Jahr leistet. „Weitere Unterstützung erhoffen wir uns von einer Minijobber-Kraft, deren Tätigkeit wir gerade vorbereiten“, sagt Roth. Seit 2011 hat der Verein Horizonte, der sich in der Jugendhilfe und für Menschenrechte engagiert, seinen Sitz in der Station.

Umweltschonender Energiemix

Eine der ersten größeren Investitionen für die Ökostation im Jahr 1985 war eine selbst gebaute, rund 20 Quadratmeter große Solarthermieanlage. Im Jahr 1993 kam über ein Förderprogramm eine Fotovoltaikanlage hinzu. „Das war eine der ersten Fotovoltaikanlagen weit und breit“, betont der Vereinsvorsitzende Frank Roth. „In den Neunzigern hatten wir zusätzlich auch ein symbolisches Windrad auf dem Dach“, erinnert sich seine Stellvertreterin Jutta Volz. Sowohl die Solarthermieanlage, als auch die Fotovoltaikanlage wurden inzwischen erneuert und erweitert. Heute ergänzt außerdem eine Pelletheizung den umweltschonenden Energiemix der Ökostation Deister-Vorland.

Cartsen Fricke

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