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Opfer-Gedenken: Jusos putzen Stolpersteine

Barsinghausen Opfer-Gedenken: Jusos putzen Stolpersteine

Putzaktion gegen das Vergessen: Mitglieder der Jungsozialisten (Jusos) aus dem SPD-Ortsverein Barsinghausen haben am Sonnabend die im Stadtgebiet verlegten Stolpersteine gereinigt. Zum Gedenken an die Barsinghäuser Opfer des Nazi-Regimes legten die Jugendlichen zudem Rosen neben den Steinen nieder.

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Dieser Stolperstein erinnert an Heinrich Glißmeyer aus Egestorf, der vor 78 Jahren im KZ Buchenwald starb.

Quelle: Frank Hermann

Egestorf. Auf Initiative der Siegfried-Lehmann-Stiftung weisen 45 sogenannte Stolpersteine auf Menschen zumeist jüdischen Glaubens aus Barsinghausen hin, die unter dem nationalsozialistischen Terror verschleppt und ermordet wurden.

Zwischen 2006 und 2008 ließ die Stiftung solche Steinquarder in den Gehsteigen vor den letzten Wohnorten dieser Opfer einlassen. Messingplatten auf der Oberseite der Stolpersteine geben Auskunft über die Namen sowie über die Geburts- und Sterbedaten der ehemaligen Barsinghäuser.

Fünf junge Sozialdemokraten aus der Juso-Arbeitsgemeinschaft reinigten am Wochenende diese Messingplatten auf allen 45 Stolpersteinen – und wiederholten damit eine ähnliche Aktion vom Januar 2015. "Wir wollen das Gedenken bewahren und die Menschen, die damals in Konzentrationslager gebracht und getötet wurden, nicht in Vergessenheit geraten lassen", erläuterte die Juso-Vorsitzende Tabea Hädrich.

Zu Beginn ihrer Putzaktion reinigten die Jugendlichen den Stolperstein an der Brinkstraße 19 in Egestorf, der an Heinrich Glißmeyer erinnert. Glißmeyer, 1890 in Egestorf geboren, war Kaufmann und als freier Anwalt tätig. Als sogenannter "Arbeitsscheuer" wurde er im Mai 1938 ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert und starb dort nur wenige Wochen später am 16. Juli 1938.

Die Siegfried-Lehmann-Stiftung hat ein Faltblatt zu den Stolpersteinen herausgegeben. Das Heft enthält kurze Informationen über die Opfer und markiert die Standorte der 45 Stolpersteine im Stadtgebiert.

Das Faltblatt gibt es zum Herunterladen auf der Internetseite der Stadt Barsinghausen unter barsinghausen.de/bergbau-geschichte/stolpersteine/.

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Fotostrecke Barsinghausen: Opfer-Gedenken: Jusos putzen Stolpersteine

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Von Frank Hermann

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