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Platzt der Umbau des Anna-Forcke-Stiftes?

Barsinghausen Platzt der Umbau des Anna-Forcke-Stiftes?

Der Umbau des Anna-Forcke-Stifts in ein stationäres Hospiz ist offenbar in Gefahr. Die Eigentümer Ernst und Andrea Wildhagen sind frustriert über bürokratische Hürden und über besondere Anforderungen bei der Finanzierung des Projekts. „Die Entscheidung über den Umbau ist noch nicht gefallen“, sagt Ernst Wildhagen.

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Das Anna-Forcke-Stift am Deisterhang soll zu einem Hospiz werden.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. In der nächsten Woche gebe es weitere Gespräche mit der Barsinghäuser Stadtverwaltung und der Hausbank. „Dabei müssen sich alle bewegen. Wir brauchen Unterstützung.“Das Ehepaar Wildhagen hatte das seit vielen Jahren leer stehende Baudenkmal am Deisterrand im vergangenen Jahr gekauft. Der gemeinsam mit dem Verein für Gemeindediakonie entwickelte Plan sieht vor, das ehemalige Schwesternwohnheim in ein Hospiz umzubauen, das der Verein für Gemeindediakonie langfristig mieten will. Die Investoren kalkulieren mit Umbaukosten in Höhe von 3,4 Millionen Euro, wobei rund 300.000 Euro als Reserve vorgesehen sind, wie Ernst Wildhagen berichtet.Das finanzierende Institut setzt offenbar hohe Hürden bei der Risikoabsicherung. Die Bank will demnach sicher sein, ob die Baukostenreserve tatsächlich ausreicht. Eine weitere Frage sei, was passiere, falls das Hospiz mit seinen bis zu 15 Plätzen nicht voll belegt sei, erläutert Wildhagen.

Auch von der Barsinghäuser Stadtverwaltung wünschen sich die Eigentümer mehr Entgegenkommen. Zwischen dem Anna-Forcke-Stift und der Bergstraße sollen auf einem Grundstücksteil mehrere Einfamilienhäuser entstehen, um mit dem Flächenverkauf das Umbauprojekt mitzufinanzieren. Das Problem: Es gibt keinen Bebauungsplan für das Gelände, potentielle Bauherren müssen ihr Vorhaben individuell mit der Stadt abstimmen. Die Stadtverwaltung wünscht sich „denkmalgerechte Bauvorhaben“ direkt unterhalb des Stiftsgebäudes und pocht unter anderem auf eine entsprechende Fassadengestaltung und die Freihaltung von Sichtachsen. „Wir sind zu nah an einem bedeutenden Baudenkmal. Die Beurteilungsspielräume sind eng“, sagt Fachdienstleiter Florian Jürgens. Das führt nach den Worten von Ernst Wildhagen dazu, dass die Grundstücke schwer zu verkaufen seien. Erst jüngst habe er 14 Interessenten für eine der Flächen gehabt, die wissen wollten, was sie dort bauen könnten. „Wir mussten sie vertrösten, und deshalb sind sie abgesprungen“, berichtet Wildhagen. Baudirektor Tobias Fischer wünscht sich, dass potentielle Grundstückskäufer Bauvoranfragen an die Verwaltung richten. „Dann kann man miteinander abwägen“, sagt er. Das Ehepaar Wildhagen betont, den Umbau in ein Hospiz realisieren zu wollen. „Wir haben Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt und uns engagiert“, sagt Ernst Wildhagen. „Jetzt müssen auch andere mithelfen.“

Von Andreas Kannegießer

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