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Poesie und Prosa schärfen die Sinne für Umgebung

Barsinghausen Poesie und Prosa schärfen die Sinne für Umgebung

Zu einem ungewöhnlichen Spaziergang hat die Gartenregion Hannover Kulturinteressierte auf das Barsinghäuser Zechengelände eingeladen. Begleitet von der literarischen Komponistin und Rezitatorin Marie Dettmer ging es zuerst den steilen Weg die Bergenhalde hinauf, um dann später in das Besucherbergwerk einzufahren.

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Die Teilnehmer des literarischen Spaziergangs genießen die Aussicht über das Calenberger Land und lauschen einem Märchen, vorgetragen von Marie Dettmer (rechts).

Quelle: Maike del Rio

Barsinghausen. „Der Ort: ein Wald. Versunken, gepresst, zu Kohle versteinert.“ Vor den Gästen stand Marie Dettmer und erzählte von dem Ort, an dem sie sich befanden. Dank engagierter ehemaliger Bergleute ist im Zechenpark dessen Geschichte weiterhin sichtbar und erspürbar. Dettmer wirkte dabei als Verstärker. Mit ausgewählter Poesie und Prosa schärfte sie die Sinne für diesen besonderen Ort. Sie verwies auf die Pflanzen, die sich in den vergangenen 60 Jahren wieder angesiedelt haben und zitierte Horaz: „Die Natur weicht der Hacke, aber sie kehrt zurück.“

Sehr detailliert beschrieb sie die Geschichte der Kohleförderung, zuerst am Bröhn in Wennigsen und später auch in Barsinghausen. Mit kurzen Pausen, in denen Dettmer Gedichte rezitierte, ging es dann den Weg zur Spitze des Haldenkegels hinauf. Die gut zwanzig Teilnehmer wurden mit einer weiten Aussicht auf das Calenberger Land belohnt. Dettmer las das Märchen der Gebrüder Grimm „Die Geschenke des kleinen Volkes“ vor. Auch der Weg nach unten in Richtung Besucherbergwerk wurde von ausgewählten Texten begleitet, die in der einen oder anderen Weise die Kohle zum Thema haben.

Im steinernen Wohnzimmer, das vor allem Schüler aus Barsinghausen auf Initiative der Kunstschule Noa Noa kreiert hatten, las Dettmer das berühmte Gedicht von Joachim Ringelnatz „Ich hab dich so lieb“ vor. Bevor die Einfahrt in den Klosterstollen begann, rezitierte die Lesekünstlerin Hermann Löns, der Ende des 19. Jahrhunderts diesen Ausflug in die Unterwelt unternommen hatte. So war die Gruppe gut vorbereitet auf den zweiten Teil der Veranstaltung: die Fahrt per Zug bis zum Kohleflöz tief im Berg. Auch dieses Erlebnis begleitete Marie Dettmer mit ihren literarischen Kompositionen.

Wer den floraliterarischen Spaziergang mit Marie Dettmer diesmal verpasst hat, sollte sich im nächsten Jahr frühzeitig über das Programm der Gartenregion 2018 informieren oder im Internet unter: mariedettmer.de

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Von Maike del Rio

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