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Pokalauslosung: Freude und Skepsis halten sich die Waage

Egestorf Pokalauslosung: Freude und Skepsis halten sich die Waage

Die DFB-Pokalauslosung am späten Sonnabendabend hat beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder nur für verhaltene Freude gesorgt. Als die Losfee und U 17-Europameisterin Caroline Siems dem frischgebackenen Regionalligaaufsteiger die TSG Hoffenheim zuloste, waren sich Verantwortliche, Mannschaft und Fans nicht schlüssig: Ist das jetzt das erhoffte Hammerlos oder eher nicht?

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Der Moment der Entscheidung: Freude und Enttäuschung halten sich bei den Germanen-Fans die Waage, als die TSG Hoffenheim als Pokalgegner gezogen wird.

Quelle: Mirko Haendel

Egestorf. In der Vereinskneipe an der Ammerke hatten sich im Laufe des Abend gut 50 Fans zusammengefunden, die zusammen mit der Vereinsführung um Präsident Torsten Seebeck und einem Teil der Mannschaft die im Fernsehen übertragene Auslosung auf einem Großbildfernseher verfolgen wollten. Es herrschte gespannte Vorfreude. Viele der Germanenfans waren sich einig: Es ist bereits ein Riesenerfolg, überhaupt im DFB-Pokal spielen zu dürfen – egal wie der Gegner heißt.

Aber natürlich fielen auch immer wieder die Namen Bayern München, Borussia Dortmund, Hamburger SV und Schalke 04. Traditionsvereine, die eine große Fangemeinde haben und ein Zugpferd sind. Germanias Trainer Jan Zimmermann gab sich eine halbe Stunde vor Beginn der Auslosung, die live aus der Sportschule in Malente übertragen wurde, bescheiden: „Ich hoffe nur, dass es nicht das totale Krökellos wird und wir gegen Sandhausen oder Heidenheim spielen müssen.“

Wenige Minuten vor Beginn der Sendung „Beckmanns Sportschule“ zog die Spannung im Schankraum der FC-Gaststätte spürbar an. Schnell wurden noch die letzten Getränke geordert, die Germania-Fahne ausgerollt und die Schals zurechtgezupft. Dann ging es los.

Die Germanen mussten lange warten. Jubel bei den Anwesenden, wenn Siems wieder einen eher unattraktiven Verein aus der Losschale gezogen hatte – zumindest Ingolstadt, Bochum und Darmstadt blieben den Germanen erspart. Es gab aber auch betretene Gesichter, als Dortmund, Schalke und Bremen als mögliche Gegner ausgeschieden waren. Als bereits zwei Drittel aller Begegnungen unter den Augen von DFB-Präsident Reinhard Grindel ausgelost waren, wurden die Gäste im Vereinsheim langsam unruhig. „Wer soll denn jetzt noch kommen? Alle guten Gegner sind ja schon raus“, klagte ein Germane. Hatte er nicht bemerkt, dass die Bayern ebenfalls noch im Lostopf lagen?

Dann endlich zog Siems die Kugel, in der sich der Zettel mit dem Namen 1. FC Germania Egestorf/Langreder befand. Lauter Jubel brandete auf. Einige der Anwesenden hielt es nicht mehr auf den Stühlen. Andere hüpften hibbelig auf der Stelle. Dann die zweite Kugel. Quälend langsam nestelte die junge Nationalspielerin an dem Los – TSG 1899 Hoffenheim! Ein lautes „Oh“ aus zig Kehlen, einige Fans und Spieler fassten sich an den Kopf, andere jubelten. Im Vereinsheim war man sich nicht einig. Glückslos oder Pech gehabt?

„Machbar“, scherzte Präsident Torsten Seebeck und wurde dann ernst: „Das ist weder hüh noch hott. Es hätte schlimmer kommen können, doch wird es für uns Organisatoren jetzt sehr schwer, da wir nur schlecht einschätzen können, wie viele Menschen sich das Spiel Germania gegen Hoffenheim anschauen wollen. Jetzt müssen wir uns Gedanken machen, in welchem Stadion wir die Begegnung austragen wollen.“

Auch Jan Zimmermann war anzusehen, dass er nicht wirklich glücklich mit der Auslosung war. Er versuchte es mit Diplomatie: „Wenn man einen Bundesligisten zugelost bekommt, gibt es keinen Grund, traurig zu sein. Und sportlich gesehen ist es für uns als Team egal, gegen welchen Erst- oder Zweitligisten wir antreten müssen.“ Germania-Spieler Joshua Siegert gab seinem Coach Recht: „Worüber wollen wir uns beklagen? Es ist ein Bundesligist.“ Bevor er sich mit seinen Mannschaftskollegen auf den Heimweg machte, musste er aber doch noch einen Scherz loswerden: „Pech, dass die TSG uns gezogen hat.“

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Von Mirko Haendel

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