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Pokémon Go-Hype am Ziegenteich

Barsinghausen Pokémon Go-Hype am Ziegenteich

Der Pokémon Go-Hype hinterlässt auch in Barsinghausen seine Spuren. Der Ziegenteich ist inzwischen ein beliebter Treffpunkt, an dem abends bis zu 30 Fans des Spiels zusammenkommen. Kein Wunder: Die Fontäne und das nahe Rathaus I sind Poké-Stops, an denen sie gemeinsam mit ihren Smartphones viele Fantasiewesen anlocken können.

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Timo (14, von links), Tristan (11), Lukas (15) und Jan (10) suchen am Ziegenteich mit ihren Smartphones nach weiteren Pokémon. An der Fontäne und am Rathaus sind jeweils Poké-Stops.

Barsinghausen. „Hier habe ich schon ein seltenes Pokémon gefunden“, sagt Mehmet – und zeigt ein Bild von Schiggi, einem schildkrötenähnlichen Wesen, auf seinem Mobiltelefon. „Der ist sehr stark“, erläutert er. Insgesamt hat der 13-jährige schon viele Pokémon, die er mit digitalen Bonbons füttert und so weiter entwickelt. „Ich bin jetzt schon auf Level 18“, sagt er.

Gleich am Tag der Veröffentlichung von Pokémon Go vor neun Tagen habe er das Spiel geladen. „Ich habe schon darauf gewartet“, erzählt Mehmet. Pokémon-Fan sei er schon lange. Er habe jedes bisherige Spiel rund um die kleinen Wesen. Doch mit dem neuen Spiel habe sich sein Freizeitverhalten verändert. „Normalerweise bin ich in den Ferien viel zuhause, zocke und gucke Filme, aber seit ich Pokémon Go spiele, bin ich öfter draußen.“ Je ein bis zwei Stunden vormittags und am Spätnachmittag oder frühen Abend verbringe er damit, die Spielmonster zu finden, weiterzuentwickeln oder den Nachwuchs in Eiern durch Herumlaufen zum Schlüpfen zu bringen. Doch nicht nur Jugendliche nutzten das Spiel. „Ich hab sogar schon eine Oma gesehen, die Pokémon gespielt hat“, sagt Mehmet.

Zu den jüngeren Spielern zählen Timo (14), Tristan (11), Jan (10) und Lukas (15). Die vier Freunde haben bereits viele Pokémon wie Magmar, Schiggi und Aquana gesammelt. „Die zählen schon zu den besseren, aber es gibt noch stärkere“, betont Timo, während sie am Ententeich nach weiteren kleinen Wesen suchen. „Ich bin hier jeden Tag“, erzählt Lukas. Etwa eine Stunde täglich verbringe er seit Erscheinen des Spiels mit der Suche. Seiner Ansicht nach ist es ein guter Zeitvertreib. „Ich finde, es ist bisher das beste Spiel, weil es Jugendliche nach draußen bringt und man viele Aufgaben durch Laufen lösen muss.“

Die Stimmung bei den Treffen am Ziegenteich, bei denen die Fans zusammenarbeiten, um gemeinsam mehr Pokémon anzulocken, sei immer gut. „Alle sind friedlich miteinander und genießen das Spiel“, lobt Lukas. Das sei an der Klosterkirche nicht anders, an der sich ein weiterer Poké-Stop sowie eine Arena befindet, in der die Spieler ihre Pokémon gegeneinander antreten lassen können.

Doch nicht bei allen kommt der Pokémon-Hype an. „Ich verstehe das nicht und finde das total sinnlos“, sagt Sarah Hinze, während sie mit ihrer Schwester Rebekka auf einer Bank am Ziegenteich sitzt. „Man kann seine Zeit doch viel besser nutzen und etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft tun“, meint die Studentin.

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Von Carsten Fricke

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