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Politik will mehr Einfluss auf Windkraftnutzung

Barsinghausen Politik will mehr Einfluss auf Windkraftnutzung

Die Stadt Barsinghausen wünscht sich mehr Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklung der Windkraftnutzung im Stadtgebiet. Verwaltung und Ratsfraktionen sind sich einig über die Aufstellung eines sogenannten Teilflächennutzungsplanes Windenergie, der für das gesamte Stadtgebiet gelten soll.

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Die Stadt Barsinghausen möchte Einflussmöglichkeiten auf die Höhe neuer Windkraftanlagen haben, sofern diese im Stadtgebiet geplant werden.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Mit diesem Nutzungsplan will die Stadt sich insbesondere die Möglichkeit offenhalten, Höhenbegrenzungen für neue Windkraftanlagen festzulegen. Auch Fragen des Landschaftsschutzes sollen bei der Abwägung stärker ins Gewicht fallen.

Bisher bildet das neue Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) den rechtlichen Rahmen für die Windkraftnutzung. Darin sind in Barsinghausen zwei Vorranggebiete rund um den Mühlenberg bei Ostermunzel und zwischen Egestorf und Wennigsen-Degersen festgelegt. Die rechtlichen Vorgaben im Raumordnungsprogramm sind allerdings nicht sehr detailliert, wie Baudirektor Tobias Fischer und Fachdienstleiter Florian Jürgens am Mittwochabend während der Bauausschusssitzung erläuterten. Es sei sinnvoll, das Raumordnungsprogramm zu konkretisieren und mit Leben zu füllen, sagte Jürgens. Dazu diene der Teilflächennutzungsplan. Ziel der Verwaltung ist es nach Jürgens' Worten beispielsweise, den Modellflugplatz in der Egestorfer Feldmark zu erhalten, der inmitten eines Vorranggebietes liegt. "Im Interesse des Landschaftsbildes sollten wir auch über Höhenbegrenzungen nachdenken", sagte der Fachdienstleiter. Auch Fragen des Grundwasser- und Artenschutzes sollten beachtet werden. "Das hat die Region in dieser Tiefe im Raumordnungsprogramm nicht gemacht."

Naturschutzbeauftragte Gabriele Kellein richtete in der Sitzung einen Appell an Politik und Verwaltung, sich bei der Prüfung von Windkraftvorhaben "im Sinne der Bürger von Barsinghausen" festzulegen. Für die Bevölkerung seien Fragen des Landschaftsbildes und des Wasserschutzes von besonderer Bedeutung.

Der Teilflächennutzungsplan wird von allen politischen Kräften im Rat unterstützt. Der SPD-Regionsabgeordnete und frühere Ratsherr Dirk Härdrich verwies allerdings darauf, dass die Stadt Barsinghausen sich Klimaschutzkommune nenne und ein Klimaschutzprogramm erstellt habe. "Wir sollten unsere eigenen Beschlüsse ernstnehmen", forderte Härdrich. Die Abwägungen im Zuge des Teilflächennutzungsplanes "sollten nicht dazu führen, dass die Windkraftnutzung in Barsinghausen verhindert werden kann", appellierte er.

Von Andreas Kannegießer

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