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AfD gibt Bündnis eine Mitschuld

Brandanschläge: Polizei hat noch keine Spur AfD gibt Bündnis eine Mitschuld

Die Aufarbeitung der beiden Brandanschläge innerhalb von sechs Tagen ist das dominierende Thema in der Stadt. Dabei hat sich am Freitag die Alternative für Deutschland (AfD) mit einer überraschenden These zu Wort gemeldet. Der Stadtverband der Partei für Barsinghausen, Ronnenberg und Wennigsen gibt dem Bündnis „Barsinghausen ist bunt“ eine Mitschuld am Brandanschlag auf mehrere Fahrzeuge der Stadt vor dem Rathaus am Donnerstagmorgen.

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Nach dem Brandanschlag auf mehrere Dienstfahrzeuge am Rathaus haben die Ermittlungsbehörden noch keine heiße Spur, die zu den Tätern führen könnte.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Auf der Facebook-Seite der Calenberger Zeitung erklärte die AfD, die Demonstration für Weltoffenheit und Toleranz am Mittwoch „so kurz nach der ersten Brandstiftung zu organisieren, hat dazu beigetragen, dass es am Rathaus ebenfalls brannte“. Zwar sei noch nicht erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Taten gebe. Es liege jedoch auf der Hand, heißt es in dem Eintrag, den der AfD-Stadtverbandsvorsitzende Clemens Hafemann als authentisch bestätigte. Durch „hysterische Mobilmachung“ habe das Bündnis einen Racheakt hervorgerufen, der einen Schaden von insgesamt 160 000 Euro zur Folge habe.

Bündnis-Sprecherin Sybille Bruchmann-Busse weist diese Sichtweise strikt zurück. „Die AfD verwechselt Ursache und Wirkung“, sagt Bruchmann-Busse. Die bürgerliche Stadtgesellschaft sei mit den Anschlägen nicht einverstanden und wolle das auch deutlich machen, sagt Bruchmann-Busse. Nicht die Anschläge dürften das Bild von Barsinghausen bestimmen. „Wir wollen den Tätern nicht unsere Stadt überlassen.“

Unterdessen haben die Ermittlungsbehörden noch keine heiße Spur auf die Brandstifter. „Es gibt keine neuen Erkenntnisse“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Freitag. „Die Untersuchungen der Fahrzeuge laufen noch.“ Im Barsinghäuser Rathaus ist am Freitag wieder der Alltag eingekehrt. Die Stimmung im Haus sei „geschäftsmäßig“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann. Weil durch ein geplatztes Fenster Ruß und Rauchgase ins Gebäude gezogen waren, sind laut Lahmann zurzeit zehn Büros und einige Nebenräume auf drei Etagen nicht nutzbar. Die betroffenen Mitarbeiter seien vorübergehend an andere Arbeitsplätze im Haus umgezogen, etwa solche, die zurzeit wegen Urlaubs nicht besetzt seien. Die Verwaltung geht davon aus, dass im Laufe der nächsten Woche alle betroffenen Räume wieder zur Verfügung stehen werden.

Von Björn Franz und Andreas Kannegießer

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