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Polizei ist stolz auf hohe Aufklärungsquote

Barsinghausen Polizei ist stolz auf hohe Aufklärungsquote

Die Stadt Barsinghausen ist für ihre Einwohner weiterhin ein vergleichsweise sicheres Pflaster: „Die Bürger können froh sein, in Barsinghausen zu wohnen“, sagte der Leiter des Polizeikommissariats Barsinghausen, Achim Bense, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2016.

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Barsinghausens Kommissariatsleiter Achim Bense (Mitte), Kripochef Joachim Eickmeyer (rechts) und der diensthabende Beamte Sven Schremmer.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Zahl der Straftaten hat im vergangenen Jahr ganz leicht zugelegt – von 1934 auf 1966. Zwei Jahre zuvor hatten die Beamten noch fast 2100 Straftaten zu bearbeiten. Weiter gesteigert hat die Barsinghäuser Polizei die Aufklärungsquote, die 2016 bei 64,19 Prozent lag (Vorjahr 64,12 Prozent). Diese Aufklärungsquote liege deutlich über der vergleichbarer Dienststellen in der Umgebung, sagte Kripochef Joachim Eickmeyer. „Wir sind mit der Statistik in diesem Jahr richtig zufrieden.“ Nach den Worten von Bense und Eickmeyer ist das ein Verdienst der gesamten Dienststelle, aber auch der Ermittlungsgruppen der Polizeiinspektion Garbsen, die ihre Barsinghäuser Kollegen bei Delikten unterstützt haben.

Für das Sicherheitsgefühl der Bürger sind vor allem einige wenige Straftatbestände entscheidend: „Die Menschen beschäftigen sich am meisten mit Taten, die sich nachts auf den Straßen ereignen“, sagt Eickmeyer. Das betrifft vor allem Raub, Raubüberfälle und räuberischen Diebstahl. In dieser Kategorie registrierte die Polizei insgesamt 21 Taten gegenüber 13 im Jahr zuvor. Die Gefahr, einem solchen Delikt zum Opfer zu fallen, sei aber deutlich geringer als etwa in Hannover.

Deutlich zugenommen hat 2016 die Zahl der Körperverletzungen: 246 Fälle wurden bearbeitet – gegenüber 180 im Jahr zuvor. „Oft handelt es sich um Beziehungstaten“, erläutert Eickmeyer. Auch andere sogenannte Rohheitsdelikte wie etwa Nötigung (88 Fälle) oder Bedrohung (50 Fälle) haben gegenüber dem Jahr 2016 zugelegt. Bei den Diebstählen ist der Trend mit 645 Taten (Vorjahr 687) insgesamt weiter rückläufig. „Auch Einbrüche beunruhigen die Bürger“, hat Achim Bense festgestellt. Die Zahl der in der Diebstahlstatistik enthaltenen Einbruchdiebstähle und Diebstähle aus Wohnungen ist aber zurückgegangen: von 90 auf 80 im vergangenen Jahr. Zu schaffen macht den Ermittlern allerdings die geringe Aufklärungsquote bei den Einbrüchen. Sie lag zuletzt bei lediglich 12,5 Prozent. Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz haben abgenommen. Heroin spielt in Barsinghausen nach den Worten von Bense und Eickmeyer keine Rolle, und auch Kokain oder Crack wurden nur achtmal nachgewiesen. Bei 153 Fällen insgesamt (Vorjahr 180) entfallen 97 auf den Konsum von Cannabisprodukten und 31 auf Drogenhandel, Einfuhr oder Anbau.

Die Barsinghäuser Polizei hat erstmals Zahlen zur Kriminalität im Kontext von Flüchtlingen und Asylbewerbern vorgelegt. Die absoluten Fallzahlen haben gegenüber 2015 zugenommen. „Wenn mehr Menschen da sind, steigt auch die Zahl der Straftaten“, betont jedoch Polizeichef Achim Bense. Der Statistik zufolge sind 2016 insgesamt 154 Fälle aufgeklärt worden, bei denen Flüchtlinge oder Asylbewerber als Tatverdächtige gelten. Im Jahr zuvor waren es nach Polizeiangaben 66. Laut Bense halten sich 544 Flüchtlinge, Asylbewerber und Personen mit ähnlichem Status in Barsinghausen auf, die den Behörden bekannt sind. Probleme sieht er kaum. Es sei wie beim Rest der Bevölkerung: „Zehn Menschen produzieren etwa 70 Prozent der Taten.“ Bense betont ausdrücklich: „Die meisten Flüchtlinge sind nett und unauffällig.“

Von Andreas Kannegießer

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