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Martinsumzug: Gehen die Lichter aus?

Barsinghausen/Wennigsen/Gehrden/Ronnenberg Martinsumzug: Gehen die Lichter aus?

Bei den beliebten Laternenumzügen müssen die Veranstalter bei der Verkehrssicherheit umdenken. Polizei und Feuerwehr können Ausmärsche nicht mehr in jedem Fall begleiten. Ein Beispiel aus Alt-Laatzen zeigt, dass beim Martinsumzug trotzdem nicht die Lichter ausgehen müssen.

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Die Veranstalter von Laternenumzügen müssen umdenken. Nicht in jedem Fall kann die Ortsfeuerwehr die Kinder auf der Straße begleiten.

Quelle: Nigel Treblin (Archiv)

Calenberger Land. Rund um den Martinstag, der je nach Konfession am 10. oder 11. November gefeiert wird, ziehen in fast jedem Ort Kinder mit bunten Laternen durch den Ort. Den Auftakt im Calenberger Land macht am Freitagabend Gehrden, Empelde und Barsinghausen folgen am 7. und 8. November.

Für die Sicherheit bei den Straßenumzügen sorgen häufig Mitglieder der Ortsfeuerwehren. Dieser beliebte Brauch steht möglicherweise auf der Kippe. Die Polizei kann aus personellen Gründen die Ausmärsche schon seit Jahren nicht mehr begleiten. Nun zieht sich auch die Feuerwehr zurück - so geschehen aktuell in Laatzen.

Als Begründung geben die Brandbekämpfer an, dass sie laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz bei nur Gefahren wie Unfällen und Bränden lediglich kurzfristig in den Straßenverkehr eingreifen dürfen - etwa mit Absperrungen. Für die Verkehrsregelung sei die Polizei zuständig.

Diese sieht sich nicht in der Lage, die Umzüge mit Funkstreifen zu sichern, will aber trotzdem dazu beitragen, dass die Kinder weiterhin im Herbst mit Laternen gehen können. "Wir schlagen den Veranstaltern Marschrouten abseits der größeren Straßen vor und raten ihnen, ruhige Wege zum Beispiel durch Wohngebiete zu gehen", sagt Axel Feldmann, Einsatz- und Streifendienstleiter des Polizeikommissariats Ronnenberg. 

Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing aus Wennigsen bestätigt, dass die Begleitung von Laternenumzügen keine originäre Aufgabe der Feuerwehr ist. "Wir machen das, weil wir uns als Teil der Stadt- oder Dorfgemeinschaft sehen. Das sind Godwillaktionen sagt Mensing. Er rät den Veranstaltern, mögliche Risiken der Umzüge vorher mit den Ordnungsämtern der Kommunen zu klären. Die Städte und Gemeinden seien die Träger der Feuerwehren.

Der Kindergarten in Alt-Laatzen, der am 13. November auf die Begleitung der Ortsfeuerwehr verzichten muss, hat seinen Martinsumzug nun anderweitig sichergestellt. Nach Berichten in den Medien erreichte die Kita eine Welle der Hilfs- und Spendenbereitschaft. Nun wird geklärt, ob kommerzielle Sicherheitsdienste oder ehrenamtliche Helfer die Kinder beim Ausmarsch schützen.

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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