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Post bezieht ihren neuen Zustellstützpunkt

Barsinghausen Post bezieht ihren neuen Zustellstützpunkt

Abschied nach rund 35 Jahren: Die Deutsche Post AG hat mit ihrem Zustellstützpunkt das Postgebäude in der Barsinghäuser Innenstadt verlassen und am Sonnabend ein neues Verteilzentrum im Bantorfer Gewerbegebiet an der Autobahn bezogen. Dort nehmen die rund 30 Mitarbeiter am Montag den Betrieb auf.

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Die Teamleiterinnen Andrea Schneevoigt (links) und Irina Kauroff helfen beim Einzug in den Neubau für das Verteilzentrum.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen/Bantorf. Auf einer Nutzfläche von rund 900 Quadratmetern bietet der Neubau mehr Platz für die Briefe- und Paketelogistik als das alte Gebäude an der Poststraße.

"Für optimale Arbeitsbedingungen war es hier seit einiger Zeit viel zu eng, vor allem in der Packkammer für Pakete reichte der Platz nicht mehr aus. Dort haben wir zuletzt rund 10 000 Pakete pro Woche bearbeitet, ausgelegt ist die Anlage aber nur auf 2000 bis 3000 Stück", erläutert Frank Stephan, Leiter des Zustellstützpunktes.

Grund für diesen Anstieg beim Paketeumschlag sei die Entwicklung beim Internet-Versandhandel. Auf diesen Zuwachs müsse die Post reagieren – und bessere Arbeitsbedingungen mit mehr Platz für ihre Mitarbeiter schaffen.

Darum habe sich das Unternehmen dazu entschlossen, das Gebäude an der Poststraße nach rund 35 Jahren zu verlassen und in einen Neubau umzuziehen. "Dort steht in einer ebenerdigen Halle nicht nur mehr Platz zur Verfügung, sondern wir können die Abläufe zur Verteilung aller Sendungen auf die 25 Zustellbezirke im Stadtgebiet auch viel effizienter und einfacher gestalten", sagt Stephan.

Bis Sonnabend waren die Briefverteilung im ersten Obergeschoss und die Packkammer für Pakete im Erdgeschoss des Postgebäude untergebracht. Zwischen den Etagen stand lediglich ein Kleinlastenaufzug für die Postsendungen zur Verfügung.

Mitarbeiter eines Umzugsunternehmens haben am Sonnabend die gesamte Inneneinrichtung des Zustellstützpunktes von der Poststraße innerhalb weniger Stunden in das neue Verteilzentrum nach Bantorf transportiert – und dort für einen pünktlichen Betriebsbeginn am Montag aufgebaut.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge – so reagieren viele Postler auf den Umzug des Zustellstützpunktes.

"Heute habe ich schon die eine oder andere Träne verdrückt, weil ich meinen vertrauten Arbeitsplatz an der Poststraße nach 27 Jahren verlassen muss. Aber es stimmt schon: Dort war es zu klein und zu eng. So ging es für die Kollegen nicht mehr weiter", erläutert Teamleitertin Andrea Schneevoigt, die  zusammen mit Kollegin Irina Kauroff bei der Einrichtung des neuen Verteilzentrums half.

Ähnlich ging es Monika Doering, die seit mehr als 30 Jahren zum Zustellerteam in Barsinghausen gehört. "Es ist schade, dass wir das Postgebäude verlassen müssen. Hier habe ich die Hälfte meines Arbeitslebens verbracht. Darum habe ich auch ein komisches Gefühl, weil etwas Vertrautes verloren geht", betont die Postmitarbeiterin.

Aber im Haus an der Poststraße sei es im Laufe der Zeit einfach zu eng geworden. Darum könne sie den Wechsel in das deutlich größere Verteilzentrum in Bantorf nachvollziehen: "Mehr Platz trägt zur Arbeitserleichterung für alle Kollegen bei", sagt Monika Doering.

Für Stützpunktleiter Frank Stephan geht mit dem Standortwechsel ein großer Wunsch in Erfüllung. "Ziel war es, den Umzug nach Bantorf möglichst noch in diesem Jahr zu schaffen. Das ist gelungen, zumal wir jetzt auch das höhere Sendeaufkommen vor Weihnachten am neuen Standort bearbeiten können", betont Stephan.

Die Post AG hat den Neubau für das Verteilzentrum in Batorf langfristig von einem Investor gemietet. Das Postgebäude an der Poststraße gehört mittlerweile den Stadtwerken, die Büros im Obergeschoss einrichten wollen. Das Postbank-Financenter und die Filiale im Erdgeschoss bleiben erhalten.

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Von Frank Hermann

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