Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Premiere wie im Himmel

Barsinghausen Premiere wie im Himmel

Rund 240 Zuschauer haben am Sonnabendnachmittag die gelungene Premiere des zweiten Erwachsenenstückes der Deister-Freilichtbühne gesehen. Regisseur Ullrich Matthaeus inszenierte nach dem Buch von Kay Pollak das Stück „Wie im Himmel“.

Voriger Artikel
Rallye fordert Geschick und Köpfchen
Nächster Artikel
Goldmann ist Nordgolterns Schützenkönig

Daniel (Timo Karasch, fünfter von rechts) übernimmt die Leitung des verstaubten Kirchenchores und bringt neuen Schwung rein.

Quelle: Rabenhorst

Barsinghausen. Starke schauspielerische Leistungen und berührende Dialoge prägten den Auftritt des Ensembles. Zahlreiche Zuschauer kannten sicherlich den 2004 entstandenen, für den Oskar nominierten gleichnamigen Film.

Timo Karasch in der Rolle des Stardirigenten Daniel Daréus zeigte eine überzeugende Leistung, meisterte die Gefühlsbandbreite, die ihm seine Rolle abverlangte. In der wuchtigen Tragikomödie, die in einem kleinen, schwedischen Dorf spielt, geht es um Musik, Liebe, Leben, Leidenschaft, Vorverurteilungen und Tod.

Der weltberühmte Dirigent Daniel Daréus, es ist sein Künstlername, kehrt nach einem Herzinfarkt in sein Heimatdorf zurück. Er übernimmt die Leitung des Chors, der aus Persönlichkeiten besteht, die alle ein mehr oder weniger schweres Schicksal mit sich herumtragen. Schon bald wecken seine gruppendynamischen Proben, bei denen er ganzen Körpereinsatz fordert, das Misstrauen der konser- vativen Dorfgemeinschaft. Allein die Sänger sind begeistert, weil ihr tief sitzender Lebensfrust endlich ein Ventil findet.

Daniels Charisma provoziert den verbitterten, bigotten Pastor Stig Berggren, den Uli Wagner überzeugend darstellt. Dem Moralapostel, der heimlich eine Freundin hat, flößt die neu erwachte Sinnlichkeit seiner Gattin Inger (Julia Nunez-Bartolomé) reichlich Angst ein.

Daniels Freundschaft mit der blonden Lena (Sarah Peters) führt bei den Proben zu Eifersüchteleien. Schließlich muss sich der Dirigent auch noch dem rabiaten Lastwagenfahrer Conny (Stefan Schlacht), dem gewalttätigen Ehemann der talentierten Solistin Gabriella (Delphine Hindemitt) stellen. Hinreißend: Sie sang Gabriellas Lied auf schwedisch.

Das Publikum bedankte sich mit starkem Applaus beim Ensemble und für die Inszenierung von Regisseur Matthaeus.

Von Heidi Rabenhorst

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6snqo7zf9t31iw3exj21
Musik verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Fotostrecke Barsinghausen: Musik verbindet Flüchtlinge und Einheimische

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de