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Protestspaziergang auf Wilhelm-Heß-Straße

Barsinghausen Protestspaziergang auf Wilhelm-Heß-Straße

Rund 80 Anlieger der Neubaugebiete Bullerbach und Neue Bergwiese sind am Donnerstagnachmittag dem Aufruf der Bürgerinitiative „Pro Fußgängerüberweg Wilhelm-Heß-Straße“ gefolgt und haben sich an einem Protestspaziergang beteiligt.

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Protestspaziergang: Anwohner der Neubaugebiete Bullerbach und Neue Bergwiese fordern eine Ampelanlage für Fußgänger auf der Wilhelm-Heß-Straße.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Sie fordern eine Ampelanlage in Höhe der Bushaltestelle zwischen Hartjehäuser Weg und Bericoweg. Begleitet von zwei Polizeiwagen liefen sie vom Bericoweg zur Kreuzung Wilhelm-Heß-Straße/Rehrbrinkstraße/Poststraße und zurück. Schulkinder hatten sich Ampelschilder gebastelt und gemalt. „Wir sehen keinen anderen Weg mehr, um auf unser Anliegen hinzuweisen. Wir brauchen die Fußgängerampel“, sagte Fabian Best. Zusammen mit Markus Nolte hat er die Demonstration organisiert. Seit Sommer 2014 fordern sie die Ampel. Doch noch wird auf die Auswertung der Verkehrszählung vom Land Niedersachsen gewartet.
SPD-Ratsherr Reinhard Dobelmann, der die Bürgerinitiative in ihrem Anliegen unterstützt, hat nun nach lediglich drei Anrufen vom Landesstraßenbauamt die Zahlen der Verkehrszählung erhalten. In der Spitzenstunde von 17 bis 18 Uhr sind auf der Wilhelm-Heß-Straße 679 Fahrzeuge unterwegs. Das sei nach Auskunft der Straßenbehörde ein relativ hoher Wert, teilte er den Demonstranten mit.
In der Zeit werde die Straße von zehn Fußgängern überquert. Das reiche nicht aus, damit das Land eine Ampel baut. Erst bei 30 bis 50 Querungen sei nach den Richtlinien eine Ampel verpflichtend vorgesehen. Somit sei die Stadt in der Pflicht, den Ratsbeschluss vom 25. September 2014 umzusetzen, zumal die Anzahl der Querungen nach dem Bau einer Ampelanlage sicherlich deutlich steigen werde. Die Kosten für die Anlage betragen zwischen 35 000 und 50 000 Euro.
Von einem Zebrastreifen wurde abgeraten, betont Dobelmann. Denn entgegen der Darstellung der Stadtverwaltung werde deutlich zu schnell gefahren. Zwischen 17 und 18 Uhr fahren
85 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell in den Ort hinein: in der Regel mit Tempo 65. Dieser Wert sei nach Auskunft der Behörde deutlich zu hoch.
Die Messplatten waren über eine Woche auf der Straße angebracht. Die ermittelten Werte dürften verlässlich sein, urteilt der Ratsherr. Für Abhilfe könnten alternativ auch Kreisverkehr, Dauerblitzer oder häufige mobile Geschwindigkeitskontrollen mit Markierungen auf der Fahrbahn sorgen, meint Dobelmann.
Dass die Anzahl der Fußgängerquerungen so niedrig sei, wundert die Anlieger allerdings nicht. Sie haben ihren Kindern verboten, über die Wilhelm-Heß-Straße zu laufen.

Von Jörg Rocktäschel

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