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Rat erhält Ruhwald-Petition

Barsinghausen Rat erhält Ruhwald-Petition

Die von der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 plus initiierte Petition für einen sogenannten Ruhwald im Deister soll dem Rat der Stadt am Donnerstag, 25. September, übergeben werden.

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Ein Teil der Fläche für den geplanten Ruhwald im Deister: Der Buchenbestand dort ist rund 60 Jahre alt.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. Rund 300 Barsinghäuser haben die Listen unterschrieben, die in der Bäckerei Hünerberg, dem Schuhhaus Tebbe und im Tourismusbüro ausgelegt waren. „Der Bedarf nach einer Waldbestattung ist da. Den Unterzeichnern liegt die Sache am Herzen. Sie wünschen sich, dass wir den Ruhwald zügig einrichten“, sagt Wilhelm Gieseke, Vorsitzender der Forstinteressentenschaft.

Auf der vorgeschlagenen 8,6 Hektar großen Fläche stehen rund 60 Jahre alte Buchen. „Diese Bäume werden noch weitere 120 Jahre stehen“, sagt Gieseke. Die Fläche liegt rund 500 Meter vom Parkplatz Sängereiche am Ende der Bullerbachstraße entfernt.

Die Kritik, der Bereich und der Weg dorthin sei zu steil für alte Menschen, teilt der Vorsitzende nicht. Wer sich für eine Wald- bestattung im Deister entscheide, wisse, dass es keine Ebene ist. Und diese Entscheidungen würden in der Regel mit den Angehörigen abgestimmt.

Die Forstinteressentenschaft hofft, dass die Verwaltung nun Klarheit darüber schafft, wann und unter welcher Trägerschaft die Waldbestattungen möglich sein sollen, und dass sie gegebenenfalls Alternativen sucht. Der Rat habe schließlich schon im Februar den Grundsatzbeschluss gefasst. „Alte Menschen können nicht ewig warten. Wenn es hier nicht geht, dann werden sie sich woanders und nicht in ihrer Heimat beerdigen lassen“, betont der Vorsitzende.

„Für einige Menschen mag diese Deutlichkeit schockierend klingen. Doch es gibt viele, die wissen wollen, wo ihre letzte Ruhestätte ist. Und die wollen planen“, ergänzt Regine Köhler, stellvertretende Vorsitzende. Sie ist seit 18 Jahren Mitarbeiterin im Hospiz Luise in Hannover, kennt sich mit Sterbebegleitung sowie der Trauerarbeit auch mit den Angehören aus.

Beide betonen, dass die Aussage, es sollen 50 bis 80 Beerdigungen pro Jahr werden, ernst gemeint ist. „Es wird garantiert nicht zu so einer explosiven Entwicklung wie in Bredenbeck kommen“, versichert Vorsitzender Giesecke.

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