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Ratsmehrheit will effektivere Windräder

Barsinghausen Ratsmehrheit will effektivere Windräder

Die rot-grüne Ratsmehrheit macht ernst mit der Ankündigung, beim Ausbau des Windparks auf dem Mühlenberg bei Ostermunzel aufs Tempo zu drücken.

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Windräder wie diese herrschen derzeit noch im Calenberger Land vor. Kommt das sogenannte Repowering zum Zuge, werden die neuen Anlagen deutlich höher.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Im Ausschuss für Wirtschaft und Energie wurde am Mittwochabend mit sechs Ja-, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung die Empfehlung getroffen, die Veränderungssperre für die „Vorrangfläche für die Nutzung der Windenergie“ im Bereich Groß Munzel/Holtensen/Ostermunzel aufzuheben. Die hatte der Rat der Stadt erst im vergangenen Jahr beschlossen.

Die Mehrheitsgruppe hat das Ziel, sogenanntes Repowering der Windenergieanlage 13 auf dem Mühlenberg zu ermöglichen. Die Anlagen sind rund 15 Jahre alt. Eine soll nun durch ein deutlich leistungsfähigeres, höheres Modell ersetzt werden. Als Grund für die Eile nannte Reinhard Dobelmann (SPD), die mutmaßliche Verschlechterung der Förderbedingungen für Windräder spätestens ab 2016. Eine neue Anlage könnte als Genossenschaftsmodells realisiert werden. Das biete Bürgern die Chance, sich an der Umsetzung der Energiewende und am Umweltschutz zu beteiligen.

Im Ausschuss hielten nicht nur Bürgermeister Marc Lahmann und die Opposition die Aufhebung für falsch. Auch Zuhörer waren nicht begeistert. So lägen alte Windräder im Windschatten der neue Anlage. Das bedeute wirtschaftliche Einbußen für deren Betreiber. Das zu klären sei allerdings Sache der Experten. „Wenn sich herausstellt, dass es nicht geht, wird auch nicht gebaut“, sagte Hartmut Schaper (SPD).

Dass die Mehrheitsgruppe die Veränderungssperre aufheben will, liegt daran, dass die Region ihr Regionalen Raumordnungsprogramm überarbeiten muss. Bevor es zu der Abstimmung kam, stellte Bernhard Klockow (FDP) den Antrag, die Einwohner in Holtensen, Groß Munzel und Ostermunzel zu dem Thema zu befragen. Doch mit fünf Nein-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

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