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Reaktionen auf AfD-Äußerung zu Brandstiftung

Barsinghausen Reaktionen auf AfD-Äußerung zu Brandstiftung

Die Äußerung der AfD, das Bündnis "Barsinghausen ist bunt" habe mit der Demonstration dazu beigetragen, dass es am Rathaus ebenfalls gebrannt hat, stößt auf Kritik in den Ratsfraktionen. Fraktionsvorsitzende bezeichnen die Vorwürfe als „lächerlich und provokativ“.

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Rund 1500 Menschen demonstrierten am Abend des 27. Januars in Barsinghausen. In der Nacht danach brannten am Rathaus drei Autos. Erneut war es Brandstiftung.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. „Mit solchen Äußerungen stellt sich die AfD selbst ins Abseits. Das ist jenseits von Gut und Böse“, sagt Ulrike Westphal, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen: „Wir müssen alles tun, den Bürgern unsere Auffassung von Demokratie zu vermitteln und hoffen, dass sie sich nicht auf das Spiel populistischer Rattenfänger einlassen“, meint sie mit Blick auf den Kommunalwahlkampf. Die Reaktion von Barsinghausen ist bunt nach dem Brandanschlag auf den Rohbau des Flüchtlingswohnheims bezeichnet Westphal als angemessen. Es hätten sich noch mehr Menschen beteiligen sollen.

Nach dem Brandanschlag auf eine sich im Bau befindliche Flüchtlingsunterkunft am Wochenende haben am Mittwochabend 1500 Menschen in Barsinghausen mit einem Protestzug durch die Stadt gegen Fremdenhass demonstriert. 

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„Lächerlich“ sei die AfD-Äußerung sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing: „Als wenn ein Brandstifter mit dem Streichholz in der Hand Feuer ruft.“ Die Demonstration sei von allen demokratischen Parteien, Gewerkschaften, den Kirchen und zahlreichen Vereinen mitgetragen worden, ist er sich mit CDU-Fraktions-Chef Roland Zieseniß einig, der von einer nicht nachvollziehbaren Reaktion spricht. Auf kommunalpolitischer Ebene habe sich die AfD noch nicht hervorgetan, urteilt Messing. Im Rat habe die SPD mit allen demokratischen Parteien zusammengearbeitet. „Wenn ich an die jüngsten Äußerungen aus der Bundes-AfD denke und daran, woher einige Mitglieder kommen, dann habe ich Zweifel, dass die AfD eine demokratische Partei ist.“

Als „provokativen, fundamentalen Unsinn“ bezeichnet Kerstin Beckmann, Fraktionsvorsitzende von Aktiv für Barsinghausen, die AfD-Äußerung. Kommunalpolitisch sei die Partei „absolut inhaltslos“. „Ich bezweifle, dass die in Barsinghausen irgendwelche Ideen beisteuern oder zur Lösung von Problemen beitragen können.“

Von Jörg Rocktäschel

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