Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
"Wer sich engagiert, bekommt etwas zurück"

Barsinghausen "Wer sich engagiert, bekommt etwas zurück"

Sie helfen Zuwanderern, begleiten Sterbende auf ihrem letzten Weg, sind in vorbildlicher Weise in der Feuerwehr aktiv oder sorgen dafür, dass die Geschichte ihrer Heimatkommune bewahrt wird: Die Leistungen der Ehrenamtlichen ist der Region Hannover jedes Jahr eine Feierstunde wert.

Voriger Artikel
Projekt findet Fortsetzung im TSV-Angebot
Nächster Artikel
Post benötigt ebenerdige Halle für Stützpunkt

Leidenschaftlicher Hobbyhistoriker und neuerdings Buchautor: Peter Kühlechner präsentiert die neue Kirchenbroschüre und sein Erstlingswerk über die Geschichte Levestes aus der Sicht früherer Pastoren.RodriguezPeter Kühlechner aus Leveste ist einer von vielen Ehrenamtlichen, die sich im Calenberger Land für ihre Mitmenschen einsetzen.

Quelle: Ingo Rodriguez

Barsinghausen. „Ohne ehrenamtliches Engagement sähe unsere Gesellschaft anders aus. Das Klima wäre unsozialer“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Er dankte am Freitagabend über 40 Frauen und Männer aus den Städten und Gemeinden der Region für ihren beherzten und unermüdlichen Einsatz für ihre Mitmenschen.

„Es ist großartig zu sehen, wie vielfältig sich Menschen in der Region einsetzen. Ich bin aber auch sicher: Ehrenamt lohnt sich – weil man Gemeinschaft und Dankbarkeit erlebt und Sinnvolles tut. Wer sich engagiert, bekommt etwas zurück“, sagte Jagau. Trotzdem dürfe niemand glauben, dass ehrenamtlicher Einsatz eine Selbstverständlichkeit sei. „Wer sich für andere einsetzt, übernimmt Verantwortung und verdient Anerkennung und Dank“, betonte der Regionspräsident.

Gemeinsam mit der stellvertretenden Regionspräsidentin Angelika Walther würdigte Jagau bei der Feierstunde im Regionshaus in Hannover den Einsatz der Ehrenamtlichen. Zum Kreis der Geehrten zählen auch sieben Ehrenamtliche aus Barsinghausen, Wennigsen und Gehrden.

Brunhilde Hering ist der Motor der ehrenamtlichen Seniorenarbeit in Barsinghausen. Sie organisiert für das Seniorenbüro die monatlich angebotenen Ausflüge. Einen Überblick über die Angebote gibt ein Veranstaltungskalender, den Hering erstellt und der stets stark nachgefragt ist. Weiterhin engagiert sie sich im Seniorenrat der Stadt. Bei den älteren Einwohnern der Deisterstadt ist Hering bestens bekannt, wird geschätzt und gilt als eine sehr kompetente Ansprechpartnerin.

Die belastende und schwierige Aufgabe eines Sterbebegleiters hat Karsten Rubi vor sieben Jahren im ambulanten Hospizdienst Aufgefangen übernommen. Dort steht er Sterbenden und deren Angehörigen zur Seite. Zusätzlich übernimmt Rubi Hilfsarbeiten und Reparaturen im Haus des Hospizvereins und pflegt den Garten dort. Auch die Öffentlichkeitsarbeit liegt in den Händen des Barsinghäusers. Mit seinem unermüdlichen Einsatzes ist er eine starke Säule des Vereins.

Traute Stöcker betreut seit zwei Jahren mehrere Grundschüler als Sprachpatin. Sie steht Zuwandererfamilien zudem zur Seite, wenn es Gesprächsbedarf zwischen Schule und Eltern oder den Kindern gibt. Auf diese Weise sorgt Stöcker dafür, dass der Schulbesuch für die ausländischen Kinder so problemlos wie möglich verläuft. Die Barsinghäuserin gibt auch den Eltern praktische Hilfen, um den Alltag mit ihren Kindern zu bewältigen. Stöcker trägt mit ihrem Einsatz aktiv zu der Integration der Familien bei.

Er hat 1996 die Kleinlöschmeister, die erste Kinderfeuerwehr in der gesamten Region Hannover, gegründet: Manfred Mötje ist seit 1973 in der Feuerwehr Leveste aktiv. Darüber hinaus übernimmt er bereits seit 20 Jahren Führungsaufgaben in der Stadtjugendfeuerwehr Gehrden und ist Mitorganisator von Regions- und Stadtzeltlagern. Zudem war Mötje mehr als 20 Jahre lang stellvertretender Gruppenführer und Ausbilder. Bis heute ist der Levester ein aktives Mitglied der Einsatzabteilung.

Peter Kühlechner engagiert sich in Leveste auf vielfältige Weise. So sorgt er ganz praktisch für den Erhalt des Ehrenmals sowie des Lutherdenkmals: Kühnlechner reinigt die Denkmale und bessert die Namenszeichen der Gefallenen aus. Er befasst sich zudem ausführlich mit der Historie der örtlichen
St.-Agatha-Kirche und hat bereits zwei Bücher über das Gotteshaus verfasst. Darüber hinaus verwaltet Kühlechner den Internetauftritt des Ortes.

Die Verbesserung und der Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses liegen ihm besonders am Herzen. Hans-Wilhelm Olbrich sorgt aber auch für ein reibungsloses Zusammenleben mit den im Dorfhaus untergebrachten Flüchtlingen und leistet für sie praktische Hilfe, etwa damit warmes Wasser fließt oder der Herd funktioniert. Seit Juli 2014 ist er zusätzlich als Sicherheitsbeauftragter für Senioren im Ort tätig. Olbrich leitet seit 2001 den Ortsbeirat Sorsum.

Anette Giere hat freiwillig eine außergewöhnliche Aufgabe übernommen. Seit zehn Jahren ist die Wennigserin im ambulanten Hospizdienst tätig. Sie betreut Sterbende zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Darüber hinaus verstärkt sie seit sechs Jahren den Vorstand des Hospizvereins Aufgefangen im Bereich der Finanzen – eine anspruchsvolle Aufgabe, denn der Anbau an das Lebenshaus in Barsinghausen zehrte die Rücklagen auf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Kerstin Siegmund

Barsinghausen
doc6smokwqhpdezd4mberm
Sänger setzen Brauch der Adventskonzerte fort

Fotostrecke Barsinghausen: Sänger setzen Brauch der Adventskonzerte fort

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de