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Region schließt Unterkunft für junge Flüchtlinge

Großgoltern Region schließt Unterkunft für junge Flüchtlinge

Die Region Hannover hat ihre Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im ehemaligen Gasthaus Zur Eiche in Großgoltern geschlossen. Am Montag sind die letzten Jugendlichen nach Mitteilung der Regionsverwaltung ausgezogen. Die Behörde reagiert damit auf die zuletzt deutlich verringerte Zahl junger Flüchtlinge, die von der Region zu betreuen sind.

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Das ehemalige Gasthaus Zur Eiche in Großgoltern steht vorerst leer.

Quelle: Andreas Kannegießer

Großgoltern. Gerüchte im Umfeld der Unterkunft, dass die Region die ehemalige Gaststätte wieder abgeben wolle, sind allerdings nicht zutreffend, wie Regionssprecherin Sonja Wendt betont: „Die Region plant aktuell nicht, das Objekt zu verkaufen.“

Die Regionsverwaltung hatte das Dorfgasthaus mit Fremdenzimmern und großem Saal im Herbst 2015 von der Familie Volker erworben und zu einer Außenstelle des regionseigenen Kinder- und Jugendheimes Am Waldhof gemacht. Im November waren die ersten jugendlichen Flüchtlinge in das Gasthaus eingezogen. Schon damals galt das Gebäude aber nicht als optimal geeignet: Die Zahl der zwölf Unterkunftsplätze ist vergleichsweise gering im Verhältnis zu der großen Nutzfläche, die das Gaststättengebäude mit seinem langgestreckten Saal bietet.

Im Zuge der Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr hatte die Region auch die Kapazitäten im Jugendheim am Waldhof erweitert und mobile Container für jugendliche unbegleitete Flüchtlinge aufgestellt: Dort gibt es seitdem 20 Unterkunfts- und Betreuungsplätze. Am Waldhof – so wie bisher auch in Großgoltern – werden die jungen Menschen gleich nach ihrer Ankunft in Obhut genommen und danach einige Wochen lang auf das Leben in Deutschland vorbereitet. „Die Belegung schwankt deshalb tagesaktuell“, erläutert Wendt.

Nach ihrem Aufenthalt in Barsinghausen werden die jugendlichen Flüchtlinge nach den Worten der Regionssprecherin entweder in Wohneinrichtungen von freien Trägern oder in einer Einrichtung der Region in Wunstorf untergebracht. In der Nachbarstadt können laut Wendt 36 Jugendliche längerfristig untergebracht werden, bei Engpässen vorübergehend sogar bis zu 50.

Von Andreas Kannegießer

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