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Retterin muss ins eiskalte Wasser steigen

Kirchdorf Retterin muss ins eiskalte Wasser steigen

Auf ungewöhnliche Weise sind die Mitglieder der Barsinghäuser Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Arbeiter-Samariter-Bundes am Sonntagnachmittag gefordert worden: Bei einer Großübung im Deisterbad mussten die Samariter unter anderem etliche hilflose Personen aus dem eiskalten Wasser des Außenbeckens retten.

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ASB-Sanitäterin Julia Mehlau stürzt sich ins eiskalte Außenbecken des Deisterbades, um Opferdarsteller Felix Krull aus dem Wasser zu ziehen.

Quelle: Andreas Kannegießer

Kirchdorf. Das Übungsszenario forderte den ehrenamtlichen Mitgliedern der Schnelleinsatzgruppe alles ab: Rund ein Dutzend junger Leute habe die Nacht auf dem Freibadgelände durchzecht – diese seien nun orientierungslos, so hieß es bei der Alarmierung. Alle hätten teilweise schwere Verletzungen, einige seien ins Becken gestürzt und bedürften dringender Hilfe.

Die Schnelleinsatzgruppe als Unterstützung für hauptamtliche Retter sei immer dann gefordert, wenn bei Unglücksfällen mehr als fünf Verletzte gleichzeitig zu betreuen seien, erläuterte SEG-Leiter Dirk Meinberg. Die Idee zu der Übung im Deisterbad sei beim Stadtfest entstanden. „Da stellt sich immer die Frage: Steigen Retter ins Wasser, wenn etwa jemand in den Ziegenteich fällt?“, sagte Meinberg. „Wir wollten auch wissen: Gehen Ehrenamtliche an ihre Grenzen?“

Als die ersten von rund 25 SEG-Helfern wenige Minuten nach der Alarmierung im Deisterbad eintrafen, war die Lage unübersichtlich: Ein halbes Dutzend Menschen trieb, teilweise leblos, im Becken, überall auf dem Gelände ertönten Hilfeschreie. Einsatzleiter Carsten Heine – der ebenso wie die anderen Einsatzkräfte vor der Übung ahnungslos war – musste schnell reagieren und den Ablauf der aufwendigen Rettungsaktion koordinieren.

Das gelang. Etliche der von Mitgliedern der Calenberger Tauchfreunde dargestellten Verletzten im Becken konnten mit vereinten Kräften von draußen an den Beckenrand befördert werden. Einen weiteren zogen die Samariter unter trickreichem Einsatz eines Schlauches aufs Trockene, sodass nur noch ein Opfer mitten im Becken trieb. Sanitäterin Julia Mehlau, die Kleinste aller SEG-Retter, stürzte sich schließlich entschlossen ins Wasser und zog Opferdarsteller Felix Krull an den Rand. „Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen“, kommentierte sie später ihren Einsatz. SEG-Leiter Meinberg zog am Ende der Übung ein positives Fazit. Schneller als gedacht hätten die Retter das schwierige Szenario bewältigt. „Sie haben gut und zügig gearbeitet und nicht viel falsch gemacht“, befand der Experte.

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Von Andreas Kannegießer

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