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Robert-Enke-Stiftung setzt auf Prävention

Barsinghausen Robert-Enke-Stiftung setzt auf Prävention

Aufklärung und Prävention bei seelischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen, gehören zu den Hauptaufgaben der Robert-Enke-Stiftung. Dabei legt die Stiftung mit Sitz in Barsinghausen unter anderem ein großes Augenmerk auf den Kampf gegen Depressionen im Leistungssport.

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Geschäftsführer Jan Baßler (Fünfter von links) stellt FDP-Politikern die Robert-Enke-Stiftung vor.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Leistungssportler stehen nach Angaben von Jan Baßler, Geschäftsführer der Stiftung, häufig unter einem enormen Erfolgsdruck. "Sie müssen lernen, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. In diesem Bereich leisten wir eine intensive Aufklärungsarbeit“, berichtete Baßler am Freitag bei einem Besuch von FDP-Politikern in der Stiftung.

Zu den größten Hilfsprojekten gehöre die vor rund drei Jahren eingerichtete "Beratungshotline seelische Gesundheit", die Anrufern eine direkte Gesprächsverbindung mit dem Facharzt Karsten Henkel von der Uniklinik Aachen ermöglicht. Bei dieser Hotline kooperiert die Stiftung bundesweit mit zehn Unikliniken und mit 74 ambulanten Sportpsychologen, um Hilfesuchenden innerhalb weniger Tage einen Arzttermin vor Ort vermitteln zu können.

Laut Baßler kommen etwa 20 Prozent der Anrufe über diese Hotline aus dem Bereich des Leistungssports. "Unsere Aufklärungsarbeit zeigt Wirkung. Die Stiftung hat ihren Platz im Leistungssport sowie in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gefunden. Wir werden gehört und können Einfluss nehmen", erläuterte der Geschäftsführer der im Januar 2010 – und damit wenige Wochen nach dem Tod von Robert Enke – gegründeten Stiftung.

Zusätzliche Aufklärungsarbeit richte sich auch an Personen, die nicht selbst von Depressionen betroffen sind, um im gesellschaftlichen Umfeld die Sensibilität für psychische Erkrankungen zu stärken. Dazu geht die Robert-Enke-Stiftung auf Tour und fährt zum Beispiel zu den Stadien der Fußball-Bundesliga sowie zu Großveranstaltungen anderer Sportarten.

"Dort sprechen wir vor allem das Umfeld von Menschen an, die unter Depressionen leiden. Denn häufig kommt es auf das Umfeld an, damit die seelisch Erkrankten endlich Hilfe erhalten", betonte Jan Baßler.

Von Frank Hermann

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