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Bürger sollen Beratungsangebote nutzen

Egestorf Bürger sollen Beratungsangebote nutzen

Wie können die Menschen in der Region dazu beitragen, dass die ehrgeizigen Ziele der Pariser Klimakonferenz erreicht werden? Die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion der SPD-Abteilung Egestorf sind sich einig: Die Bürger sollten Beratungsangebote zur Energieeinsparung stärker nutzen und sinnvolle Investitionen nach Möglichkeit schnell in Angriff nehmen.

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Diskutieren über Klimaschutz (von links): Udo Sahling, Matthias Miersch, Moderator Michael Wittich und Jochen Möller.

Quelle: Andreas Kannegießer

Egestorf. SPD-Bundestagsabgeordneter Matthias Miersch berichtete während der Diskussion im Egestorfer Feuerwehrgerätehaus über seine Erfahrungen als Teilnehmer einer internationalen Parlamentarierkonferenz während der Pariser Klimaschutzverhandlungen. Die Einigung auf eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad Celsius markiere einen "historischen Schritt", sagte Miersch. Es sei eine "entscheidende Menschheitsfrage", ob es in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich gelinge, beim Klimaschutz umzusteuern. "Sonst wird es noch ganz andere Flüchtlingsströme geben als heute", sagte der Sozialdemokrat. Er sieht Deutschland in der Pflicht, auch künftig eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz zu übernehmen. Nach Mierschs Worten sind dazu erhebliche Anstrengungen notwendig, etwa beim möglichst schnellen Ausstieg aus der Kohlewirtschaft. Zugleich gebe es aber auch neue wirtschaftliche Chancen: "Wer über Arbeitsplätze der Zukunft redet, muss über Klimaschutz reden", sagte Miersch.

Der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover, Udo Sahling, warb für die Nutzung der umfangreichen, überwiegend kostenlosen Beratungsangebote für Hausbesitzer und Mieter rund um das Thema Energieeinsparung. Es gebe Informationen über Fördermöglichkeiten und sogar ein Intensivprogramm für einkommenschwache Haushalte. Die Klimaschutzagentur biete ein Paket, "das es jedem Bürger ermöglicht, etwas zum Klimaschutz beizutragen", sagte Sahling.

Auch die Barsinghäuser Stadtwerke wollen sich nach den Worten ihres Geschäftsführers Jochen Möller dafür einsetzen, "dass die Menschen stärker sensibilisiert werden für den Klimaschutz". Möller kündigte an, dass die Stadtwerke in Kooperation mit der Klimaschutzagentur ebenfalls Energieberatungsangebote machen werden. Das Unternehmen denke darüber nach, seine Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen, berichtete Möller. Er warb dafür, "Anreize zu setzen für Energiesparmaßnahmen".

Thema der Diskussion war auch das Klimaschutzprogramm für die Stadt Barsinghausen, das die Klimaschutzagentur erarbeitet hatte. Sahling plädierte dafür, dass die Stadt einen Klimaschutzmanager einstellen solle. Ein solcher Experte "könnte schnell helfen, Fördermittel für Energiesparmaßnahmen zu beantragen", sagte Sahling.

Nach Ansicht von Barsinghausens Umweltsachbearbeiter Michael Barth steht die Stadt bei Klimaschutz und Energieeinsparung "gar nicht schlecht da". Dennoch seien mit diesen Themen noch längst nicht alle Menschen erreicht worden. "Da geht noch was", sagte er. Er wies darauf hin, dass Gutscheine für kostenlose Energiesparberatungen im Barsinghäuser Rathaus erhältlich seien. Manche Baumaßnahmen zwecks Energieeinsparung seien ganz preiswert möglich, sagte Barth. "Ich fände es sehr gut, wenn die Stadtwerke die Menschen bei diesem Thema an die Hand nähmen."

Von Andreas Kannegießer

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