Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Sammelunterkunft
 soll im Sommer stehen

Barsinghausen Sammelunterkunft
 soll im Sommer stehen

Die Holz-Modulanlage für die Flüchtlings-Sammelunterkunft in Kirchdorf könnte schon im Juni geliefert werden. Die Regionsverwaltung wird die Anlage nun bestellen, nachdem der Verwaltungsausschuss der Stadt am Dienstagabend dem Standort südlich des Deisterbades an der Einsteinstraße zugestimmt hat.

Voriger Artikel
Ausschreibung für Schulbau startet im Sommer
Nächster Artikel
Albrecht führt den Gemischten Chor weiter an

Eine Flüchtlingsunterkunft in Holz-Modulbauweise in der Steigerthalstraße in Hannover.

Quelle: Rainer Surrey

Kirchdorf. Die Unterkunft solle bis zum Sommer stehen, sagte gestern Christina Kreutz, Sprecherin der Region Hannover. Der Region gehört nicht nur das Grundstück, sie übernimmt auch fast alle mit dem Bau verbundenen Aufgaben, und sie bezahlt.

Die Stadt müsse lediglich für die Infrastruktur sorgen, ergänzt Erster Stadtrat Georg Robra. Die Versorgungsanschlüsse gehören dazu. Den Sommer als Fertigstellungstermin für den zweistöckigen Komplex bezeichnete er als sehr ambitioniert. 164 Module werden für 328 Flüchtlinge aufgestellt.
Er sei froh, dass die Region der Stadt das Angebot gemacht hat, sagte Bürgermeister Marc Lahmann am Dienstagabend im Rat. Der Stadt fehle das Personal, noch mehr zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Zudem müsse die Unterkunft wirtschaftlich betrieben werden. Bewirtschaftung, Sozialpädagogen, Sicherheitsdienst – all dies organisiere die Region.

Der Zustrom von Menschen nach Deutschland müsse endlich begrenzt werden. „Aber noch kommen sie, und wir müssen sie menschenwürdig unterbringen“, betonte Lahmann. 30 Flüchtlinge pro Woche werden Barsinghausen zurzeit zugewiesen.

Die für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren gedachte Anlage hat den Vorteil, dass eine Nachnutzung möglich ist, sobald die Anzahl der Flüchtlinge wieder abnimmt. In der Stadt fehlt günstiger Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen oder niedrigen Renten.

„Die Module sind so konzipiert, dass sie bei reduzierter Belegung zu Wohnungen werden können“, erläutert Robra. Die Stadt verhandle mit der Region darüber, dass das Erdgeschoss barrierefrei erstellt wird.
Den Kirchdorfer Anliegern ist, wie in der Bürgerfragestunde deutlich wurde, die Anlage viel zu groß. Das Wort Ghettobildung machte zumindest vor der Sitzung die Runde. Inzwischen gibt es eine öffentliche Facebook-Gruppe „Barsinghausen sagt nein zum Asylantenheim“ mit über 180 Mitgliedern.

Von Jörg Rocktäschel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6spabpzubjsctq3jk5w
Neuer Eingangsbereich für das Deisterbad

Fotostrecke Barsinghausen: Neuer Eingangsbereich für das Deisterbad

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de