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900 Unterschriften für den Schulerhalt

Barsinghausen 900 Unterschriften für den Schulerhalt

Schüler- und Elternvertreter haben Bürgermeister Marc Lahmann am Donnerstag Listen mit rund 900 gesammelten Unterschriften für den Erhalt der Lisa-Tetzner-Schule (LTS) übergeben. Damit setzten sie ein deutliches Zeichen gegen Überlegungen, die Oberschule und die Goetheschule (KGS) zu fusionieren.

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Johanna Hinze (15, vorn, von links) und Laura Glahn (14) überreichen Bürgermeister Marc Lahmann gemeinsam mit weiteren Schülern und Elternvertretern die Listen mit rund 900 gesammelten Unterschriften für den Erhalt der Lisa-Tetzner-Schule.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. Die Diskussion um die Zukunft der LTS war im Herbst aufgekommen, als die Überlegungen der Verwaltung zur langfristigen Struktur der Schullandschaft öffentlich wurden. Offenbar vorrangig aus finanziellen Gründen – unter anderem wegen Kosten in Millionenhöhe für die erforderliche Sanierung des D-Traktes des Schulzentrums am Spalterhals, in dem die Oberschule untergebracht ist – stellte die Verwaltung die LTS als dritte weiterführende Schule zur Disposition.
Dem stellten sich die Schüler- und Elternvertreter mit den gesammelten Unterschriften entgegen. „Wir wollen, dass unsere Schule so bleibt, wie sie ist“, betonte Schülersprecherin Johanna Hinze. Es sei gut, wenn Eltern eine Wahlmöglichkeit zwischen vielen verschiedenen Schulformen für ihr Kind hätten.
Die LTS-Schüler würden davon profitieren, dass die Klassen und Jahrgänge kleiner seien als etwa in der Goetheschule, sagte Schülervertreterin Laura Glahn. Im Realschulzweig der Oberschule seien in der Regel höchstens 25 Schüler, im Hauptschulzweig 15 Schüler in einer Klasse. „Die Lehrer können sich so mehr Zeit für die einzelnen Schüler nehmen“, erläuterte sie. Die acht anwesenden Schülervertreter sprachen sich klar für einen langfristigen Erhalt ihrer Schule mit aktuell 396 Schülern aus, deren Umwandlung von einer Haupt- und Realschule in eine Oberschule erst vor eineinhalb Jahren begonnen hat. „Die Unterschriftenaktion war auch eine Idee der Schüler und nicht der Lehrer. Das zeigt ja auch, dass uns die Schule wichtig ist“, sagte Laura.
„Es kommt ja nicht von ungefähr, dass wir diese Schulform für unsere Kinder gewählt haben, denn sie ist schon etwas ganz anderes als die KGS“, sagte Elternvertreterin Heike Tetenz. Sie wies darauf hin, dass viele Eltern ihre Kinder im Fall einer Schließung der LTS nicht an der KGS, sondern an der Oberschule Gehrden anmelden würden. Claudia Gerbes vom Schulelternrat appellierte an die Ratsfraktionen, die Oberschule auch deshalb langfristig in Barsinghausen zu erhalten.
Die Besorgnis über eine mögliche Schließung der LTS als große weiterführende Schule sei mittlerweile riesig, betonte Frank Steuer vom Stadtelternrat. Eltern von Viertklässlern seien durch die Diskussion um die Zukunft der LTS völlig verunsichert, ob es zum neuen Schuljahr noch einen neuen fünften Jahrgang geben wird.
„Klar werden dieses Jahr noch Fünftklässler an der LTS eingeschult“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann. Einen Ratsbeschluss werde es bis zum Sommer noch nicht geben. Er sicherte zu, dass die Verwaltung alle Argumente neutral zusammentragen und für die Entscheidung des Rates vorbereiten werde. „Als Schulträger sind wir verpflichtet, alle Punkte, die für oder gegen den Erhalt der Schule sprechen, aufzuarbeiten“, sagte er. Letztlich müsse der Rat über die Zukunft der Oberschule entscheiden.
Eltern von Viertklässlern haben am Donnerstag, 14. Januar, Gelegenheit, sich über das Angebot der LTS zu informieren. Der Informationsabend beginnt um 19 Uhr mit einem Rundgang durch die Trakte der Oberschule im Schulzentrum Am Spalterhals.

Von Carsten Fricke

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