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Schulneubau: Verwaltung prüft erneut

Barsinghausen Schulneubau: Verwaltung prüft erneut

Die Ratsfraktion der Grünen hat beim Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule (WSS) eine neue Variante ins Spiel gebracht und damit für Irritationen bei der Opposition sowie bei Lehrern und Eltern gesorgt.

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Die Wilhelm-Stedler-Schule.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. In der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und städtische Gebäude ging es für zwei Stunden hoch her. Laut Änderungsantrag der Grünen sollte die Verwaltung umgehend die Voraussetzung dafür schaffen, dass alle Grundschüler rechtzeitig vor Baubeginn auf dem WWS-Gelände in dem Gebäude der 100 Meter entfernten Bert-Brecht-Schule (BBS) untergebracht und dort für die auf 1,5 Jahre geschätzte Bauzeit unterrichtet werden können. Nach einer Ortsbesichtigung der BBS waren die Grünen zu dem Schluss gekommen, dass es keine Probleme mit der gleichzeitigen Unterbringung zweier Schulen geben wird.

Dem widersprachen die anwesenden Lehrer beider Schulen heftig. Allen voran die künftige BBS-Schulleiterin Sybille Wegner, die bei der Begehung dabei war. Ihre angebliche Zustimmung musste als eine Begründung für den Antrag herhalten. Sie habe lediglich gesagt, dass sie zu den Überlegungen nicht sofort „Nein“ sagen würde und darauf hingewiesen, dass ich noch nicht tief genug in der Materie stecke, betonte sie. Den Antrag der Grünen las Wegner während Sitzung zum ersten Mal. Sie war sichtlich fassungslos.

Auch die Stadt hatte mit ihrer Vorlage für eine Wende in der bisherigen Diskussion gesorgt. Sie empfiehlt nun, die Grundschule auf dem Gelände der BBS-Förderschule zu bauen. Der Baubeginn würde sich dadurch verschieben, weil die Förderschule erst auslaufen muss. Das hatten FDP und Aktiv für Barsinghausen (AfB) ohnehin schon seit langem gefordert, CDU und UWG verfolgen nun ebenfalls dieses Ziel. Der Vorteil der Lösung: Das BBS-Grundstück ist deutlich größer. Die vier Hortgruppen der WSS könnten ebenfalls dort untergebracht werden.

Auf welchem Grundstück auch immer gebaut werden wird: Eine städtebauliche Untersuchung, was mit dem jeweils anderen geschehen soll, gibt es nicht, beklagte Bernhard Klockow (FDP). Marlene Hunte-Grüne (SPD) hatte die Vermarktung des BBS-Geländes vorgeschlagen. Eine verdichtet Wohnbebauung wäre möglich. Doch das oder anderes könnte auch auf dem Gelände der WSS geschehen.

Aus dem Änderungsantrag der Grünen wurde schließlich ein Prüfantrag. Die Wünsche der Lehrer und Eltern sind allerdings noch immer nicht berücksichtigt. Sie wollen, dass nicht aufs Tempo gedrückt wird. Die elf Klassen der WSS passen nicht in die BBS, weil dort die meisten Räume für Förderschüler und Klassengrößen von zehn Schülern ausgelegt sind. An der WSS sind die Klassen deutlich größer. „Milchmädchenrechnung“, kommentierte Bettina Klein (AfB) den Grünen-Plan.

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