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Senioren loben Verkehrswacht-Fahrtraining

Barsinghausen Senioren loben Verkehrswacht-Fahrtraining

Das Fahrtraining hat sich gelohnt. Darin waren sich am Donnerstag die Teilnehmer an der Schulung der Landesverkehrswacht einig. Alle sind über 65 Jahre alt. Doch Leiter Claus Kunath bot kein Seniorenprogramm an, sondern einen Kurs, den er auch für Jugendliche veranstaltet.

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Volles Rohr in die Bremsen: Erst mit Tempo 30 und dann mit 50. Nach wenigen Versuchen beherrschen es alle Teilnehmer.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Es ging nicht darum, im Höllentempo um Hindernisse zu kurven. Kunath, der bis vor kurzen auch Fahrtrainer geschult hat, vermittelte zum Beispiel, wie richtig gebremst wird. Und da ist nicht nur ein beherzter Tritt „volles Rohr“ auf das Pedal notwendig. Die richtige Sitzposition ist ein entscheidender Faktor. Wer mit ausgestreckten Beinen hinter dem Lenkrad sitzt, weil es so schön bequem ist, kann die notwendige Kraft nicht auf das Pedal übertragten. „Hier wird geübt, das Kind im Straßenverkehr hat keine zweite Chance“, bemerkte eine Seniorin.
Kunath korrigierte bei jedem die Sitzposition. Den Kompromiss zwischen „zu bequem und unbequem“ mussten die Teilnehmer selbst finden. Den Unterschied bemerkten dann alle. Die Bremswege wurde deutlich kürzer. Einer wunderte sich über die seltsamen Geräusche die sein Auto machte. Kunaths Erklärung: „Jetzt wissen sie , dass sie ABS nicht nur bezahlt, sondern auch drin haben.“
Auch andere „Kleinigkeiten können für die Sicherheit entscheidend sein, auch die eigene. So sollte nach dem Einsteigen der Gurt im Beckenbereich mit der rechten Hand kurz über dem Schloss straffgezogen werden. Im Falle eines Unfalls bedeute dies wertvolle 20 Zentimeter weniger, die der Oberkörper in Richtung Lenkrad fliegt. Ausgestreckte Arme bedeuten gerissene Schulterbänder. Möglichst keine dicken Jacken tragen, auch wenn es kalt ist. Denn auch die stören die Wirksamkeit des Gurtes. „Sambalatschen“ (Sandalen) sind verboten. Damit kann man vom Pedal abrutschen, weil sie dem Fuß keinen Halt geben. „Da fahre ich seit 56 Jahren Auto und lerne noch dazu“, meinte ein 77-Jähriger. Aufs Auto will er nicht verzichten so lange seine Kinder noch zu den Enkeln sagen „fahr mal mit Opa“.

Das nächste Training ist am 4. Juli. Es kostet 30 Euro, die Region Hannover fördert das Angebot mit zusätzlichen 30 Euro. Anmeldungen nimmt die Verkehrswacht Calenberger Land unter (0 51 09) 15 86 entgegen.

Von Jörg Rocktäschel

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