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Spalterhals: Viele Bäume müssen weichen

Kirchdorf Spalterhals: Viele Bäume müssen weichen

Das Gelände des Schulzentrums Am Spalterhals hat sich während der Herbstferien deutlich verändert. Eine Fachfirma hat im Auftrag der Stadtverwaltung zahlreiche Bäume und Sträucher auf dem Gelände beseitigt. Anwohner und der Barsinghäuser Naturschutzbund (Nabu) kritisieren das Ausmaß der Rodungsaktion als überzogen.

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Zu den abgeholzten Bäumen auf dem Gelände des Schulzentrums Am Spalterhals gehören auch jahrzehntealte Exemplare. Die Stadtverwaltung betont, dass die Bäume krank und nicht mehr standsicher gewesen seien.

Quelle: Andreas Kannegießer

Kichdorf. Vor allem rund um den Parkplatz des Schulzentrums sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Bäume der Säge zum Opfer gefallen. Auch das Gebüsch auf der begrünten Böschung zu dem parallel verlaufenden Fuß- und Radweg ist in einem Teilbereich bis auf den Boden zurückgeschnitten. Rainer Bernsdorff vom städtischen Fachdienst Tiefbau verweist darauf, dass zahlreiche Bäume bruchgefährdet oder nicht mehr standsicher gewesen seien. Das sei bei Begutachtungen der städtischen Baumkontrolleurin Antje Wiskow aufgefallen. Die Verwaltung habe kurzfristig handeln müssen. „Wir haben hohe Sicherheitserwartungen an Schulen“, betont Bernsdorff.

Der schlechte Zustand der Bäume sei im Einzelfall dokumentiert worden. Laut Bernsdorff sind etwa 20 bis 30 Bäume auf dem Gelände gefällt worden, vor allem Weiden, Pappeln, Traubenkirschen und einige Ahornbäume. „Viele davon sind wild hochgewachsene Bäume“, sagt der Verwaltungsmitarbeiter. In den vergangenen Jahrzehnten sei rund um das Schulzentrum nicht viel passiert. „Die Außenanlage ist in die Jahre gekommen.“ Die Verwaltung plane für etliche der jetzt gefällten Bäume Ersatzpflanzungen, berichtet Bernsdorff.

Ebenso wie bei verschiedenen Anliegern der Straße am Spalterhals ist auch beim Barsinghäuser Nabu-Vorstand die Rodung ganz schlecht angekommen. „Geht es nicht auch etwas behutsamer, trotz wirtschaftlicher oder sicherheitsrelevanter Bedenken?“, fragt Nabu-Vorsitzende Elke Steinhoff. Sie stellt infrage, ob „wirklich jedes Gehölz weichen muss, wenn kleinere Schäden erkennbar sind“. Bei Stürmen stürzten ohnehin nicht zwangsläufig vermeintlich instabile Bäume um, sondern eher Bäume – auch gesunde – die einen großen Windwiderstand böten, argumentiert die Nabu-Vorsitzende. „Und das ist selten vorhersehbar.“

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Von Andreas Kannegießer

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