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Sportler mit Herz unterstützen Maurice

Barsinghausen Sportler mit Herz unterstützen Maurice

Sie können selbst jeden Euro gebrauchen, doch die Mitglieder der Rolling Chairs Isernhagen haben auch ein großes Herz: Das Schicksal eines jungen Barsinghäusers hat die Rollstuhlsportler so sehr bewegt, dass sie einiges auf die Beine stellen, um den 23-Jährigen zu unterstützen.

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Die Rolling-Chairs-Mitglieder Bianca Gulle (von links), Werner Hinz, Vanessa Böden, Bianca Gulle, Frank Pieper, Sebastian Hesse und Timo Gäking nehmen Maurice Wollentin und dessen Mutter Elona Ehrhardt-Wollentin in die Mitte.

Quelle: Frank Walter

Barsinghausen. Maurice Wollentin ist seit Geburt mehrfach behindert. Ein Gendefekt zwingt ihn in den Rollstuhl, die gesamte Motorik ist stark beeinträchtigt, auch das Sprechen fällt dem heute 23-Jährigen schwer.
Die Prognose der Ärzte war niederschmetternd – Maurice werde nie etwas lernen oder erreichen. Doch seine Eltern haben nicht aufgegeben. „Ich will Maurice alles ermöglichen – er hat ein Recht dazu“, sagt seine Mutter Elona Ehrhardt-Wollentin.
Maurice betreibt Rollstuhlsport, fährt mit Unterstützung sogar Kart und begleitet seinen Vater Thomas Ehrhardt auch als Sozius bei Ausfahrten auf dem Motorrad. Unter anderem Krankengymnastik, Reit-, Ergo- und Sprachtherapie haben ihm sehr in seiner Entwicklung geholfen.
Dreimal war Maurice auch schon zu Delfin-Therapien im Ausland, „und jede hat ihn ein Stück weitergebracht“, sagt seine Mutter. Sprache, Konzentrationsfähigkeit und auch die Motorik hätten sich bei Maurice deutlich verbessert.
Die nächste rund 10 000 Euro teure Delfin-Therapie ist bereits gebucht. Ende Mai geht es dazu in die Türkei – auch dank der Unterstützung aus Isernhagen. Die Rolling Chairs haben der Familie jetzt 1070 Euro überreicht. Das Geld war unter anderem bei Heimspielen der Rollstuhlbasketballer, beim Nachtflohmarkt auf dem Isernhagenhof und bei einer Sammlung in einem Supermarkt zusammengekommen.
Werner Hinz und Frank Pieper von den Rolling Chairs waren im sozialen Netzwerk Facebook auf Maurices Geschichte aufmerksam geworden. Sie haben sich über manch behindertenfeindlichen Kommentar geärgert, der dort zu lesen war.
„Wir haben selbst Unterstützung nötig, aber wir gucken auch über den Tellerrand hinaus – und das Geld hilft dem Jungen“, sagt der Vorsitzende Hinz. Die Hilfe soll sogar noch weitergehen, ein Benefizspiel ist in Planung.

Informationen zu Maurice gibt es im Internet auf maurice-traum-delphintherapie.de.rs.

Von Frank Walter

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