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Sportring hat viele Fragen an die Politik

Barsinghausen Sportring hat viele Fragen an die Politik

Der Barsinghäuser Sportring hat den Parteien und Wählergruppen der Stadt kurz vor der Kommunalwahl eine echte Fleißaufgabe beschert: In einem längeren Fragenkatalog wollte die Interessenvertretung der Sportvereine Auskunft darüber, wie die Sportpolitik in der Stadt künftig gestaltet werden soll.

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Der neue Vorstand des Sportrings Barsinghausen mit (von links) Hans Heinrich Rode, Henning Theilmann, Georg Olfermannn, Gerd Köhler, Uwe Ingenhaag, Axel Heyerhorst (Fachdienstleiter Sport der Stadt) und Berthold Kuban hat den Parteien einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. Am Ende haben nur SPD und CDU die 20 vom Sportring gestellten Fragen vollständig beantwortet. Fragen und Antworten füllen neun eng beschriebene Seiten. Die Ratsfraktion Aktiv für Barsinghausen (AFB) hat dem Sportring ebenfalls eine längere Stellungnahme zugeleitet. Im Namen des Sportring-Vorstandes lobt der für Sportpolitik verantwortliche Vorsitzende Berthold Kuban die „ernsthafte und inhaltlich fundierte“ Auseinandersetzung von CDU, SPD und AFB
 mit dem Fragenkatalog des Sportrings. Damit sei zum Ausdruck
gebracht worden, dass sie dem Sport in der nächsten Wahlperiode die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lassen wollen. Der Sportring vertrete immerhin die Interessen von 39 Vereinen mit mehr als 10 000 Sportlern, betont dessen Vorstand.

Kritik äußern die Sportler an Grünen, FDP und UWG, die nicht geantwortet und damit keine inhaltlichen Aussagen in Sachen Sport abgegeben hätten. Die AfD hat laut Sportring die künftige Sportpolitik „unter den Vorbehalt einer Änderung der Flüchtlingspolitik“ gestellt. „Der Sportring trägt die Politik der Ausgrenzung und das Schüren von Ängsten nicht mit“, betont Kuban. Der Sport verbinde Menschen – egal, woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen und welche Religion sie haben. Insofern sei die Position der AfD unsportlich und „für Sportler nicht wählbar“.

Zentrales Problem aus Sicht der Barsinghäuser Sportvereine und ihrer Interessenvertretung bleibt auch in der nächsten Wahlperiode die sehr eingeschränkte städtische Sportförderung. Die war im Zuge der Haushaltskonsolidierung zuletzt stark gekürzt worden.

Der Sportring erwartet von den im Rat vertretenen Parteien und Gruppen, dass die Sportförderung in der nächsten Wahlperiode deutlich verbessert wird. CDU, SPD und Aktiv für Barsinghausen hätten eine Anhebung in Aussicht gestellt. Dies sei „ein gutes und hoffnungsfrohes Signal“, das der Sportring und die von ihm repräsentierten Vereine wohlwollend zur Kenntnis genommen hätten, heißt es in einer Erklärung des Sportring-Vorstandes. Die Interessenvertretung der Barsinghäuser Sportler rechnet vor, dass die Stadt derzeit noch jährlich 57 000 Euro für Sportförderung an die Vereine zahle, gleichzeitig aber rund 51 000 Euro an Hallenbenutzungsgebühren von den Vereinen eintreibe. Zu dem kleinen Überschuss komme die gewährte Energieeinsparungsvergütung von derzeit 13 000 Euro, „sodass die Vereine netto mit nicht einmal 20 000  Euro abgefunden werden“, wie der Sportring-Vorstand ausgerechnet hat. „Das kann nicht sein, und das akzeptieren wir auf lange Sicht auch nicht.“

Die Vorstandsmitglieder äußern die Erwartung, dass sich der Stellenwert des Sports in der Stadt erhöhe. Zugleich macht der Sportring in seiner Stellungnahme deutlich, dass er eine verantwortungsbewusste Haushaltspolitik durchaus mittrage und Verständnis für Beschränkungen im Zuge des Zukunftsvertrages habe. Es gelte, „kreative Lösungen" zu finden, damit die Vereine ihr Sportangebot für die Mitglieder fortführen und ausbauen könnten. Der Sportring-Vorstand plädiert außerdem für den Aufbau partnerschaftlicher Strukturen, eine bessere Würdigung des Ehrenamtes und ein Sportentwicklungskonzept. Ein Sportstättenbedarfsplan soll aus Sicht der Sportler den Vereinen vor allem Planungssicherheit für die Instandhaltung und den Neubau von Sportstätten bieten. Ein „konstruktiver Dialog“ solle zu einem „Bündnis des Sports“ führen.

Von Andreas Kannegießer

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