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Sportring ist empört über Zuschusspläne

Fabisch spricht von "Riesenschweinerei" Sportring ist empört über Zuschusspläne

Die Absicht der Verwaltung und der großen Ratsfraktionen, dem 1. FC Germania Egestorf/ Langreder 30.000 Euro Zuschuss für Bauarbeiten auf der Sportanlage an der Ammerke zu gewähren, kommt beim Vorstand des Barsinghäuser Sportrings gar nicht gut an. "Das kann ich nicht anders als eine Riesenschweinerei bezeichnen", sagt Sportringvorsitzender Horst Fabisch.

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Der Stein des Anstoßes: Der Zuschauerbereich auf der Sportanlage in Egestorf müsste für das Landespokal-Halbfinale mit Sicherheitszäunen für die verschiedenen Fangruppen getrennt werden.

Quelle: Archiv (Franz)

Egestorf. Der Barsinghäuser Rat wird in seiner Sitzung am Dienstag, 9. Februar, voraussichtlich den Zuschuss beschließen. Dabei geht es darum, den Sportplatz an der Ammerke tauglich zu machen für das Halbfinale im NFV-Landespokal und für einen möglichen Regionalliga-Aufstieg von Germania. Unter anderem muss ein Zaun errichtet werden, der die Fans der Fußballmannschaften voneinander trennt.

Sportring-Vorsitzender Fabisch äußert sich "empört" über die Bezuschussungspläne. Alle Barsinghäuser Sportvereine hätten in den vergangenen Jahren mit der Kürzung von Zuschüssen zu kämpfen gehabt und müssten zugleich erhebliche Hallennutzungsgebühren zahlen, argumentiert der Sportring-Chef. Viele Vereine hätten daher Anträge auf Fördermittel gestellt, aber die seien alle abgeschmettert worden. "Dass ausschließlich Germania in den Genuss einer so hohen Zuwendung gelangen soll, ist eine Posse mit einem ganz üblen Beigeschmack", sagt Fabisch.

Kein Verständnis hat der Sportring-Vorsitzende für die von der SPD-Fraktion genannte Begründung für den Zuschuss, dass sich Germania mit seiner hervorragenden Jugendarbeit zum Aushängeschild für Barsinghausen entwickelt habe. Das sei "eine Beleidigung aller anderen Sportvereine und eine Herabwürdigung der herausragenden Jugendarbeit, die dort unter schwierigen Bedingungen geleistet wird", meint Fabisch.

CDU-Fraktionsvorsitzender Roland Zieseniß hatte es zudem als "faires Angebot" von Germania bezeichnet, dass der Zuschuss zurückgezahlt werden solle, falls der Verein im Pokalwettbewerb weiter komme. Diese Begründung ist nach Auffassung des Sportring-Vorstandes "absurd". "Seit wann wird die Vergabe von Fördermitteln in Barsinghausen vom Ausgang bestimmter Fußballspiele abhängig gemacht?", fragt Fabisch. Der Sportring-Chef fordert "gleiches Recht für alle" ein - und "eine konsequente Umsetzung der verbindlichen Richtlinien für die Vergabe von Fördermitteln".

Von Andreas Kannegießer

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