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Neues Wohnheim aus Styropor?

Barsinghausen Neues Wohnheim aus Styropor?

Die Stadt Barsinghausen will mit dem Bau der geplanten Asylbewerberunterkunft an der Hannoverschen Straße so schnell wie möglich beginnen. Als Partner für den Bau kommt nach den Worten des Ersten Stadtrates Georg Robra auch der örtliche Styroporhersteller Kluth infrage.

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Neue Wege für den Bau von Asylbewerberunterkünften? Markus Kluth zeigt ein Musterwandprofil für ein Flüchtlingswohnheim aus Styropor.

Quelle: Archiv (Hermann)

Barsinghausen. Gestern sind im Rathaus schon wieder neue Zahlen eingetroffen: Demnach werden der Stadt Barsinghausen nunmehr 69 Flüchtlinge pro Monat zur Unterbringung zugewiesen. Bis zur Wochenmitte war die Verwaltung noch von 55 Personen ausgegangen. "Das Ganze hat eine extreme Dynamik bekommen", sagt Robra.

Beim Bau der Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße will die Verwaltung neue und unkonventionelle Wege beschreiten, um das Projekt zu beschleunigen. Geplant sei eine Unterkunft mit 60 bis 70 Plätzen "in Schnellbauweise", sagt Robra. Die Stadtverwaltung hofft auf drei bis vier Monate Bauzeit, sodass die Unterkunft noch im Winter bezugsfertig sein könnte. Wichtige Voraussetzung für diesen Zeitplan: Die Baukosten müssen unter einer Million Euro liegen. "Dann können wir die Arbeiten im freihändigen Verfahren vergeben", erläutert Robra. Eine zeitaufwendige europaweite Ausschreibung sei dann nicht notwendig. "Die Firma Kluth ist ein wichtiger Ansprechpartner für uns", sagt Robra. In Gesprächen mit dem Unternehmen gehe es zurzeit darum, ein umsetzbares Konzept für die geplante Unterkunft zu finden.

Die Firma Kluth arbeitet bereits seit Jahren an Konzepten für sehr schnell zu erstellende Gebäude mit Aluminiumständern und Wandelementen aus Hartstyropor. Erste Erfahrungen liegen vor und sind positiv: Das Unternehmen hat ein kleines Bürogebäude auf dem eigenen Grundstück in dieser Bauweise errichtet. Auch der Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Göxe ist mit Kluth-Unterstützung aus Styroporelementen errichtet worden.

Nach den jüngsten Zahlen können in dem geplanten Heim an der Hannoverschen Straße aber lediglich die Barsinghäuser Neuankömmlinge eines einzigen Monats untergebracht werden. Die Stadt bereitet deshalb parallel weitere Optionen für die Unterbringung von Flüchtlingen vor: Auf erschlossenen städtischen Grundstücken im gesamten Stadtgebiet sollen laut Robra etliche kleinere Häuser in Schnellbauweise entstehen – aus Fertigbetonteilen oder auch in Holz- oder Aluminiumständerbauweise.

Darüber hinaus hat die Stadt damit begonnen, Wohnwagen zu kaufen. Diese sollen nach und nach auf dem Wohnmobilstellplatz auf dem Zechengelände aufgestellt werden. "Damit sollen Spitzen abgedeckt werden", betont Robra.

Eine weitere Option zur kurzfristigen Unterbringung von Zuwanderern sind demnächst wohl auch Gebäude der evangelischen Kirchengemeinden in Barsinghausen. "Es gibt eine grundsätzliche Bereitschaft der Kirche", sagt Robra.

Die Verwaltung hat nach dem jüngsten Aufruf auch weitere Wohnraumangebote von Immobilienbesitzern erhalten. So sei es bisher noch immer gelungen, alle zugewiesenen Flüchtlinge in der Stadt unterzubringen, sagt Robra. Die Anstrengungen von Betreuern, Helfern und Verwaltungsmitarbeitern sind offenbar gewaltig. "Es ist wichtig, dass es immer wieder so etwas wie Zuversicht gibt", sagt der Erste Stadtrat dazu. Er lobt ausdrücklich die gesamte Barsinghäuser Stadtgesellschaft: "Ich finde, dass wir das bisher richtig gut hinbekommen."

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