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Stadt braucht viel mehr Betreuungsplätze

Barsinghausen Stadt braucht viel mehr Betreuungsplätze

Die Stadt Barsinghausen will so schnell wie möglich zusätzliche Kinderbetreuungsplätze schaffen. Um den steigenden Bedarf bis zum Beginn des nächsten Kindergartenjahres decken zu können, müssten nach vorläufigen Zahlen etwa 75 Kindergartenplätze und rund 15 Krippenplätze zusätzlich eingerichtet werden.

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Kinderbetreuungsplätze sind in Barsinghausen Mangelware.

Quelle: EPD / Rolf Zoellner

Barsinghausen. Das entspricht nach Mitteilung der Verwaltung etwa drei Kindergartengruppen und einer Krippengruppe. Nach den Worten von Bürgermeister Marc Lahmann ist die Verwaltung dabei, den neuen Kindergartenbedarfsplan zu erarbeiten. In den nächsten Wochen soll der Plan zunächst in einem Arbeitskreis diskutiert werden, ehe er dann in einer Sitzung des Sozialausschusses am 17. Mai ausführlich vorgestellt wird.

Klar ist indes schon jetzt: Frühere Prognosen bezüglich des Bedarfs haben keinen Bestand mehr, die Nachfrage ist viel stärker gewachsen als gedacht. „Die Geburtenquoten lagen zuletzt deutlich höher“, nannte Lahmann in der jüngsten Ratssitzung einen der Gründe für den zusätzlichen Bedarf. „Wir haben das Problem auf dem Schirm.“

Die Stadtverwaltung versucht auf unterschiedliche Weise, möglichst schnell und kostengünstig die von den Eltern nachgefragten Plätze zu schaffen. „Es werden verschiedene Varianten geprüft“, erklärte Stadtsprecher Andreas Schröter auf Anfrage. Dies könne je nach Bedarf in den einzelnen Ortsteilen die Errichtung weiterer Gruppen bei bestehenden Einrichtungen sein, aber auch die Schaffung zusätzlicher Großtagespflegeeinrichtungen. Darüber hinaus prüfe die Stadt auch die „Tauglichmachung derzeit ungenutzter städtischer Immobilien“. Schon im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung etliche zusätzliche Betreuungsplätze schaffen können. So wurde im Pfarrheim der katholischen St.-Barbara-Gemeinde in früheren Spielkreisräumen ein neuer Kindergarten für zwei Gruppen mit insgesamt 48 Kindern geschaffen. Ebenfalls in einem Gemeindehaus in Hohenbostel ist mit Unterstützung der Stadt eine Großtagespflegeeinrichtung eingezogen.

Die Politik unterstützt die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze im Stadtgebiet offenbar vorbehaltlos. „Ja, wir haben Bedarf und müssen handeln“, betonten Peter Messing (SPD) und Roland Zieseniß (CDU) in der jüngsten Ratssitzung. Die SPD unterstützt zudem das Vorgehen der Verwaltung, zunächst unter Beteiligung der Bauverwaltung auszuloten, in welchen Ortsteilen sich die Stadt wie zu entwickeln verspricht. Wenn feststehe, wo und in welchem Umfang es Bedarf gebe, „müssen schnelle und nachhaltige Beschlüsse durch die Politik gefasst werden“, fordert die SPD.

Angesichts des Bedarfs an Betreuungsplätzen rückt auch ein Projekt wieder in den Blickpunkt, das in der vorigen Ratsperiode an der Ablehnung der rot-grünen Mehrheit gescheitert war: Auf dem sogenannten Kinderbauernhof am Kampweg in Göxe könnte das Erdgeschoss eines Fachwerkhauses so hergerichtet werden, dass beispielsweise eine Krippengruppe für 15 Jungen und Mädchen dort untergebracht werden könnte. Eigentümerin Anette Bunnenberg-Ihßen hat in der jüngsten Ratssitzung darauf hingewiesen, dass es im Ort großes Interesse an dem Projekt gebe. Für Donnerstag, 20. April, ist dazu ein Gespräch im Rathaus vereinbart.

Von Andreas Kannegießer

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