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Stadt erinnert an die Befreiung in Auschwitz

Barsinghausen Stadt erinnert an die Befreiung in Auschwitz

Aus Anlass des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 haben Bürgermeister Marc Lahmann und Ratsfrau Bettina Klein gestern einen Kranz am Gedenkstein zwischen Rathaus und Kloster niedergelegt.

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Ratsfrau Bettina Klein und Bürgermeister Marc Lahmann legen am Gedenkstein zwischen Rathaus und Kloster einen Kranz nieder.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Auschwitz – dieser Name gelte weltweit als Inbegriff des organisierten Massenmordes. 1,35 Millionen Juden, 20 000 Sinti und Roma und 100 000 weitere Insassen seien dort vom nationalsozialistischen Regime ermordet worden. „Dies geschah aus rassistischen oder politischen Gründen oder einfach deswegen, weil sie anders waren“, sagte Lahmann. Insgesamt seien in den Todesfabriken sechs Millionen Menschen getötet worden.
„Man sollte meinen, dass die Menschheit aus der Schreckensherrschaft des nationalsozialistischen Regimes gelernt hat. Doch dem ist leider nicht so“, betonte der Bürgermeister. Immer noch werden überall auf der Welt Verbrechen begangen, die ihre Grundlage in der Diskriminierung und Ablehnung von Menschen haben, die eine andere Religion ausüben, aus einem anderen Land kommen, eine andere sexuelle Orientierung haben, andere politische Ansichten vertreten oder einfach nur ihre Meinung vertreten.
Wie gegenwärtig die Gefahr durch Krieg, Vertreibung und den brutalen Terrorismus des Islamischen Staates sei, zeige sich durch die große Menge an Flüchtlingen, die in Europa und insbesondere Deutschland, Zuflucht suchen. Mittlerweile leben rund 500 von ihnen in Barsinghausen.
Nur gemeinschaftlich konnte erreicht werden, dass ihnen eine menschenwürdige Unterkunft zur Verfügung gestellt wird und erste Schritte zur Integration getätigt werden. „Den Vereinen, Verbänden, Unternehmen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern, seien diese hauptamtlich oder ehrenamtlich organisiert, danke ich an dieser Stelle ausdrücklich und zolle Ihnen Anerkennung und Respekt für das bisher geleistete“, sagte Lahmann. Leider vergehe fast kein Tag, an dem nicht in Deutschland rassistische oder gewalttätige Übergriffe auf Flüchtlinge oder Unterkünfte erfolgen. Am vergangenen Sonnabend geschah dies auch in Barsinghausen.
„Nur durch gemeinsamen Dialog, Respekt und Toleranz voreinander können Vorurteile abgebaut werden, damit solche Verbrechen nie mehr entstehen. Jeder von uns hat in seiner Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit und im Verein Menschen um sich, die hier in Deutschland oder in anderen Teilen der Welt, Vorurteilen, Diskriminierungen, Verfolgungen und Verbrechen ausgesetzt sind oder waren, auf Grund einer vermeintlichen Andersartigkeit“, sagte Lahmann.

Von Jörg Rocktäschel

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