Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Stadt gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Barsinghausen Stadt gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Der Toten zweier Weltkriege, der Opfer von Gewalt, Terror, Flucht und Vertreibung ist am Sonntag in Gottesdiensten in Barsinghausen und den Ortsteilen gedacht worden. An den Ehrenmalen wurden von Vertretern von Stadt, Vereinen und Organisationen Kränze niedergelegt.

Voriger Artikel
Informieren und stöbern im Lebenshaus
Nächster Artikel
Spaziergänger finden toten Python

Bürgermeister Marc Lahmann legt am Ehrenmal Am Waldhof einen Kranz nieder.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. „Wir haben in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg auf Aussöhnung gesetzt und deshalb seit Jahrzehnten Frieden. Doch die Hochburgen des IS sind nur wenige Flugstunden entfernt und nun hat mit dem Krieg in der Ukraine die Gewalt Europa wieder erreicht. Wir denken heute deshalb auch an die Freunde in unserer Partnerstadt Kovel, die vielleicht gerade jetzt Menschen verlieren, die ihnen nahestehen, oder Menschen verloren haben“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann während der Gedenkveranstaltung am Ehrenmal Am Waldhof.

Er legt dort einen Kranz nieder zum Gedenken an die Menschen aus Barsinghausen, die während der Kriege ihr Leben ließen sowie zum Gedenken jener, die Opfer der Willkür des Nationalsozialismus wurden: Juden, Menschen, die Widerstand leisteten, Andersdenkende oder jene, die nicht in das Weltbild des Terrorregimes passten. Auch Vertreter des TSV Barsinghausen, des Schützenvereins von 1901, der DRK und der Deister Freilichtbühne legten Kränze nieder. Die Mahnwache hielt die Freiwillige Feuerwehr, die Vereinigte Sängerschaft Barsinghausen gestaltete den Musikalischen Teil der Gedenkstunde.

Lahmann warnte vor dem Vergessen: „Demokratie und Freiheit bestehen nicht von allein. In vielen Ländern werden die Menschenrechte schon wieder mit Füßen getreten, auch in der Türkei.“ Jeder müsse sich frage, ob er genug tue, damit Fremdenfeindlichkeit gegenüber jenen, die aus Kriegsgebieten hilfesuchend nach Barsinghausen kommen, nicht weiter um sich greife. Er habe den Eindruck, dass Rassismus wieder salonfähig werde, sagte der Bürgermeister.

„Rechtsabbiegen verboten“, mahnten auch Schülerinnen der Goetheschule/KGS und des Hannah-Arendt-Gymnasiums. „Wir wollen damit anfangen, einander die Hände zu reichen, keinen Menschen auszugrenzen“, lautete die Botschaft der Schülerinnen. Das Gedenken an die Opfer sei ein wichtiger Teil der Geschichte des Landes, damit sich die Gräueltaten nicht wiederholen. Friede sei ein Geschenk Gottes. Für den Frieden in uns sei es wichtig, Egoismus zu überwinden. „Für den Frieden müssen alle Menschen etwas tun. Er ist nicht nur eine Sache der Politiker“, betonten die Schülerinnen.

Von Jörg Rocktäschel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6spabpzubjsctq3jk5w
Neuer Eingangsbereich für das Deisterbad

Fotostrecke Barsinghausen: Neuer Eingangsbereich für das Deisterbad

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de