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Stadt stellt sich der Kritik der Anlieger

Barsinghausen Stadt stellt sich der Kritik der Anlieger

Rund 200 Zuhörer haben die Informationsveranstaltung der Stadt zu den geplanten Flüchtlingsunterkünften in Kirchdorf, Einsteinstraße, und in Egestorf, Rottkampweg, besucht. Unzufriedenheit und Ängste wurden vorgetragen. Der Ton war nicht immer freundlich, auch sachliche Kritik wurde hart formuliert.

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Rund 200 Zuhörer verfolgen im Schulzentrum Am Spalterhals die Informationsveranstaltung der Stadt.

Quelle: Rocktäschel

Kirchdorf/Egestorf. Die Stadt plane und entwickle ohne Konzept auf Grund einer sich ständige ändernden Dynamik bei den Flüchtlingszahlen, urteilte Damian Wacławski, Sprecher der in Kirchdorf gegründeten Bürgerinitiative „Gemeinsam in Barsinghausen“ während der über zweistündigen Veranstaltung. Immerhin habe die Stadt die Größe der Unterkunft deutlich reduziert, merkte er an. Wie berichtet, soll dort nun Platz für 116 Flüchtlinge anstatt für 328 entstehen. Weitere 116 werden in einer Unterkunft in Egestorf untergebracht, für die die Stadt kurzfristig ein Grundstück gekauft hat.
Lahmann nahm die Kritik an: „Es ist eine große Herausforderung zu planen, ohne zu wissen, was auf die Stadt zukommt.“ Die mit der Region Hannover als Bauherrn abgestimmte Reduzierung der Unterkunftgrößen sei nur möglich gewesen, weil die „Balkan-Route“ geschlossen ist. Vor wenigen Wochen musste die Stadt noch mit einer Zuweisung von über 160 Flüchtlingen im Monat rechnen, zurzeit seien es nur etwa drei pro Woche. Insgesamt leben 700 Flüchtlinge in Barsinghausen.
Die Änderung der „politischen Großwetterlage“ führte im Forum zu der Forderung, keine großen Unterkünfte mehr zu errichten, sondern die bestellten und zurzeit in Österreich gefertigten Module für Griechenland zu spenden. „Wir dürfen nicht blauäugig sein“, entgegnete der FDP-Ratsfraktionsvorsitzende Bernhard Klockow. Wer als Asylbewerber anerkannt werde, werde auch Familienzuzug haben.
Grünenratsherr Hagen Riemer ergänzte: „Wir können nicht agieren, wir reagieren. Wir werden auch häufig überrascht von den Zahlen.“ Kerstin Beckmann, Aktiv für Barsinghausen, betonte, dass die Stadt hochflexibel auf das Problem reagiert habe. Die Flüchtlinge seien so lange es ging, dezentral untergebracht worden. Peter Messing (SPD) erinnerte daran, dass die Integration von vielen Flüchtlingen im kleinen Bantorf dank der Initiative der Bewohner gut gelinge.
Ein Teilnehmer fürchtete, dass die männlichen Flüchtlinge die Frauen im Schwimmbad betatschen werden. Die Diskussion um Standorte gipfelte in der Behauptung, Eckerde werde „verschont“ weil dort der Bürgermeister wohne. Lahmann versicherte, dass auch in Eckerde Flächen geprüft worden sein. Wie Roland Zieseniß (CDU) erläuterte, seien das Wasserwerk in Eckerde und das Ökokonto der Stadt für Ausgleichmaßnahmen für Baugebiete, dass dort seit Jahrzehnten liege, der Grund dafür.

Von Jörg Rocktäschel

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