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Flächen sind schwer zu finden

Barsinghausen Flächen sind schwer zu finden

Für die Stadt Barsinghausen wird es offenbar immer schwieriger, dringend benötigte Grundstücke für den Bau weiterer Flüchtlingsunterkünfte zu finden. Nach den Worten von Bürgermeister Marc Lahmann haben sich in Verhandlungen bereits mehrere Grundstückseigentümer geweigert, Flächen für diesen Zweck abzugeben.

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Die Stadt Barsinghausen hat bei der Informationsveranstaltung am Donnerstag vorgestellt, wie die Modulbauten für die geplante Flüchtlingsunterkunft an der Einsteinstraße aussehen werden.

Quelle: Stadt Barsinghausen

Barsinghausen. Wie Lahmann während der Bürgerinformationsveranstaltung am Donnerstagabend in der Aula des Schulzentrums betonte, sollen neue Unterkünfte für Flüchtlinge in verschiedenen Bereichen der Stadt geschaffen werden. „Die Ortsteile müssen gleichmäßig belastet werden“, sagte er. Trotz der teilweise fehlenden Verkaufsbereitschaft der Eigentümer hat sich die Verwaltung festgelegt: „Als nächstes wird Egestorf dran sein.“

Nach den Hochrechnungen der Stadt muss es bis zum Jahresende gelingen, Unterkünfte für zusätzlich etwa 1400 Zuwanderer zu schaffen. Rund 425 davon können an der Einsteinstraße und in der im Bau befindlichen Einrichtung an der Hannoverschen Straße untergebracht werden. Für die verbleibenden 1000 oder mehr fehlenden Plätze favorisiert die Stadt offenbar weitere große Unterkünfte: „Der Blick richtet sich verstärkt auf größere Grundstücke“, sagte der Erste Stadtrat Georg Robra am Freitag auf Anfrage. Die Stadt sondiere aber weiterhin den gesamten Markt, „um flexibel handeln zu können“. Auch die Anmietung und der Ankauf von vorhandenem Wohnraum werde weiter verfolgt.

In der Veranstaltung am Donnerstag machten auch Vertreter der Ratsfraktionen deutlich, dass die Stadt auf den Flüchtlingszustrom lediglich reagieren könne und keinen Einfluss auf die Zahlen habe. „Wir werden in Barsinghausen nicht in die Lage versetzt zu sagen, jetzt ist Schluss“, sagte SPD-Fraktionssprecher Peter Messing. „Wir müssen uns der Aufgabe stellen.“ CDU-Stadtverbandsvorsitzender Gerald Schroth betonte, dass die Politik bemüht sei, die Belastungen für die Bürger „einigermaßen gerecht“ zu verteilen. Bernhard Klockow (FDP) sprach von „nackter Not“, die Stadt und Region dazu zwinge, schnell Unterkünfte zu schaffen. Kerstin Beckmann (Aktiv für Barsinghausen) kritisierte, dass es „immer Kernaussage“ der vorgebrachten Standortbedenken sei: „Es geht überall, nur nicht hier bei mir.“

Derzeit sind in Barsinghausen rund 600 Flüchtlinge untergebracht. Bleibt es bei den aktuellen Zuweisungszahlen, würde diese Zahl bis zum Jahresende 2016 auf etwa 1700 steigen. Die Stadtverwaltung geht aufgrund eigener Berechnungen allerdings davon aus, dass die Zahl der Flüchtlinge bis Ende Dezember eher bei gut 2000 liegen dürfte. Die aus Sicht der Kommunen schlechteste Prognose hat das Land Niedersachsen aufgestellt. Bei dessen Schätzung ist eine große Zahl von Familiennachzügen berücksichtigt. In diesem Fall könnte die Flüchtlingszahl in Barsinghausen bis Dezember auf etwa 2500 steigen.

Von Andreas Kannegießer

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