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Streit um Großtagespflegestellen

Kirchdorf/Hohenbostel Streit um Großtagespflegestellen

Die Barsinghäuser Stadtverwaltung will auch auf sogenannte Großtagespflegestellen setzen, um die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen in der Stadt zu erfüllen. Dabei fühlt sie sich aber von der Region Hannover ausgebremst, die offenbar hohe Hürden setzt bei der Genehmigung von Räumen für solche Tagespflegeeinrichtungen.

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Im Vereinsheim des TSV Kirchdorf ist viel Platz vorhanden. Unter anderem gibt es einen Bewegungsraum im Obergeschoss. Stadt und Region streiten dennoch über die Eignung des Gebäudes für die Unterbringung einer Großtagespflegeeinrichtung.

Quelle: Archiv

Kirchdorf/Hohenbostel. Das Konzept der Großtagespflegestellen ist eigentlich simpel: Jeweils zwei Tagesmütter tun sich zusammen und betreuen gemeinsam in dafür geeigneten Räumen eine Gruppe von zehn Jungen und Mädchen im Kindergartenalter. Die Stadt kann so vergleichsweise kostengünstig Betreuungsplätze schaffen.

Als potenziell geeignete Räumlichkeiten hat die Stadtverwaltung das Sportheim des TSV Kirchdorf und das Gemeindehaus der Hohenbosteler Thomasgemeinde ausgewählt. „Eine Win-win-win-Situation“ könne das sein, sagt der Erste Stadtrat Georg Robra – für die Eltern, für die Stadt, aber auch für Verein und Gemeinde, die die Auslastung ihrer Räume steigern könnten. "Insbesondere das Sportheim mit seinem großartigen Bewegungsraum wäre ein bevorzugter Platz", sagt Robra.

Die Regionsverwaltung mochte aber nicht mitziehen, wie der Erste Stadtrat berichtet. So seien unter anderem die Fenster im potenziellen Ruheraum für die Kinder beanstandet worden, ebenso die geplante Verpflegung aus der Küche des Vereinsheims und die Verköstigung der Kinder im normalen Gastraum. Auch für die Gestaltung des Freigeländes liegen laut Robra Forderungen vor: So solle etwa eine Sprunggrube auf dem Sportgelände abgedeckt werden. Die Stadt rechnet inzwischen nicht mehr mit einer Einigung über das Sportheim. "Ich finde das extrem ärgerlich", sagt Robra. "Glaubt die Region, dass Kinder in Ohnmacht fallen, wenn sie einen Kneipentresen sehen?"

Regionssprecherin Sonja Wendt verweist auf Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter Niedersachsen und Bremen zu den Standards von Großtagespflegeeinrichtungen, denen sich auch die Region angeschlossen habe. Grundsätzlich gebe es ein gemeinsames Interesse der Region, der Kommunen und der Tagespflegepersonen an der Schaffung qualitativ guter Betreuungsplätze. Deshalb nutze die Region auch Ermessensspielräume. "Allerdings darf dieser Spielraum nicht zu Lasten der Betreuungsqualität gehen", sagt Wendt.

Über das Hohenbosteler Gemeindehaus haben Verwaltung und Region noch nicht endgültig entschieden. Dort werde es in dieser Woche einen Ortstermin geben, kündigt Sonja Wendt an.

Von Andreas Kannegießer

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