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Stadt weist Millionen-Überschuss aus

Barsinghausen Stadt weist Millionen-Überschuss aus

Die Stadt Barsinghausen ist finanziell weiterhin auf Erfolgskurs: Der vorläufige Jahresabschluss für 2016 weist einen Überschuss von rund sieben Millionen Euro aus, während im Haushaltsplan für das vergangene Jahr lediglich ein Mini-Plus von 54 000 Euro vorgesehen war.

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Bei den Finanzverantwortlichen im Rathaus Barsinghausen herrscht nach dem vorläufigen Jahresabschluss 2016 beste Stimmung.

Quelle: Archiv (Kannegießer)

Barsinghausen. Sofern einige außerordentliche Geschäftsvorfälle in die Berechnung einbezogen werden, wächst das städtische Jahresergebnis für 2016 sogar auf 8,23 Millionen Euro. „Unsere Situation hat sich 2016 gut dargestellt“, sagt Finanz-Fachdienstleiter Stefan Müller zurückhaltend. „Wir ernten jetzt die Früchte des Haushaltssicherungskonzeptes.“

Während Barsinghausen noch vor wenigen Jahren chronisch klamm war und zur Deckung seiner laufenden Ausgaben bis 2011 einen Berg von 17 Millionen Euro an Liquiditätskrediten aufgehäuft hatte, ist die Situation nun völlig anders: Mit der vom Land Niedersachsen 2014 ausgezahlten Entschuldungshilfe hatte die Stadt alle Liquiditätskredite ablösen können. Die positiven Haushaltsabschlüsse der vergangenen fünf Jahre haben sich zu erheblichen Reserven aufsummiert. Nach einer Aufstellung des Fachdienstes Finanzen verfügt die Stadt Barsinghausen rechnerisch über rund 15,5 Millionen Euro Rücklagen aus ordentlichen Überschüssen und weitere 7,5 Millionen Euro aus sogenannten außerordentlichen Überschüssen. Müller betont aber, dass die Stadt diese Überschüsse nicht bar auf ihren Bankkonten zur Verfügung habe. „Das sind bilanzielle Zahlen. Wir können gegebenenfalls später darauf zurückgreifen“, erläutert der Fachdienstleiter. Die tatsächlich vorhandenen Barreserven der Stadt beziffert Müller auf rund sechs Millionen Euro. „Damit haben wir recht hohe liquide Bestände.“

Im vergangenen Jahr haben verschiedene Faktoren zu dem rekordverdächtigen Ergebnis geführt: Die Einnahmen der Stadt Barsinghausen aus Steuern und Abgaben lagen um rund 2,4 Millionen Euro über den Planansätzen. Allein die Gewerbesteuereinnahmen waren – auch wegen Nachzahlungen aus den Vorjahren – 1,9 Millionen Euro höher als veranschlagt. Auch die Vergnügungssteuer sprudelt weiter kräftig: Diese Einnahmeposition ist auf 1,2 Millionen Euro gewachsen. Deutlich niedriger als im Etat geplant waren dagegen die städtischen Ausgaben. Die Personalausgaben lagen um 1,9 Millionen Euro unter dem Ansatz – weil Stellen für die Flüchtlingsbetreuung nicht besetzt werden mussten und andere Stellen nicht oder erst später als geplant besetzt werden konnten. Die geplanten Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen hat die Verwaltung um rund 1,7 Millionen Euro gedrückt. Auch dabei hat sich die Entspannung bei der Flüchtlingszuwanderung ausgewirkt, ebenso der milde Winter und Minderausgaben bei der Gebäudebewirtschaftung. Die gute Kassenlage hat auch Auswirkungen auf die Investitionen der Stadt: Dafür vorgesehene langfristige Kredite müssen teilweise erst später oder in einem geringerem Volumen als geplant in Anspruch genommen werden, wie Müller erläutert.

Von Andreas Kannegießer

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