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Stadt will bei Pilotprojekt dabei sein

Barsinghausen Stadt will bei Pilotprojekt dabei sein

Die Stadt Barsinghausen will sich an dem Projekt Präventionsketten der Region Hannover beteiligen. Ziel ist es, verlässliche Absprachen zu entwickeln, damit Kinder mit Förderbedarf gesund aufwachsen können und bestmögliche Chancen auf Bildung und auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben.

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Holger Nieberg, Projektleiter „Frühe Hilfen - Frühe Chancen" (links), informiert im Sozialausschuss über das Projekt Präventionsketten.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Der Sozialausschuss hat sich am Dienstagabend einstimmig für die Teilnahme ausgesprochen. Die Präventionsketten sind Teil des Projektes „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ der Region Hannover. Deren  Projektleiter Holger Nieberg erläuterte im Ausschuss die bevorstehende Arbeit.

Es müsse vermieden werden, dass es zu Unterbrechungen kommt, wenn die Kinder in eine neue Lebensphase eintreten, zum Beispiel von einer Krippe in den Kindergarten wechseln und später in die Grundschule kommen. Die Schnittstellen zur nächsten Institution müssen genau beschrieben werden, betonte Nieberg. Dazu zähle auch die Entwicklung von Kooperationsvereinbarungen zwischen allen Beteiligten, wie Hebammen, Ärzten, Kitas, Schulen und Stadtverwaltung.

Um den Aufbau der Präventionsketten zu planen und zu begleiten, muss in Barsinghausen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Teilzeitstelle mit 19,5 Wochenstunden ausgeschrieben und besetzt werden. Die Stelle ist auf drei Jahre befristet. Die Gesamtkosten betragen 105 000 Euro, also 35 000 Euro pro Jahr. Die Region Hannover zahlt 72 500 Euro. Die Landesvereinigung Gesundheit, die mit der Prozessbegleitung beauftragt wurde, zahlt 25 000 Euro. Barsinghausen ist mit 7500 Euro beteiligt, das können auch Sachkosten sein, wie die Büroeinrichtung.

„Wenn die Prozessabläufe erarbeitet sind, können wir die Präventionsketten in der Stadtverwaltung weiterpflegen“, sagte Erster Stadtrat Thomas Wolf. Barsinghausen ist seit 2014 Teil der Frühen Hilfen. Das inzwischen aufgebaute Netzwerk habe gut funktioniert: „Aber es geht noch besser“, warb er um Zustimmung.

So sei zum Beispiel die Beratungssituation bei den beiden Familienhebammen deutlich zurückgegangen. Vor einigen Jahren ist die Kooperation mit der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ ausgelaufen. Zwischen 2007 und 2012 habe es 102 Familienberatungen gegeben, zwischen 2012 und 2015 lediglich noch 16, beantwortete er die Anfrage von AFB-Ratsfrau Bettina Klein. „Das zeigt wie wichtig die Themen Prävention und Frühe Hilfen sind“, betonte Wolf.

Ausschussvorsitzender Henning Schünhof (SPD) bezeichnete das Projekt Präventionsketten als förderungswürdig. „Wir haben uns mit dem Thema Frühe Hilfen lange beschäftigt und sollten es nun zum Abschluss bringen“, sagte Schünhof.

Warum ist Barsinghausen für das Projekt Präventionsketten aus Sicht der Region Hannover ideal? Laut Holger Nieberg erfüllt die Stadt wichtige Auswahlkriterien. Zum einen sei die Stadt an der Teilnahme interessiert. Außerdem existiert bereits ein gut funktionierendes Netzwerk innerhalb des Projektes „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ und in einigen Kitas gibt es eine Frühförderung der Kinder, ein sozialpädiatrisches Konzept.

Auch die Strukturdaten sprechen laut Nieberg dafür. Von den 16 Kommunen der Region Hannover ohne eigenes Jugendamt liegt Barsinghausen bei der Kinderarmut mit einem Anteil von 18,1 Prozent an vierter Stelle hinter Garbsen, Seelze und Ronnenberg. Bei den Alleinerziehenden, 22 Prozent, erreicht die Stadt hinter Garbsen und Seelze den dritthöchsten Wert. Beim Kriterium Kinder mit Migrationshintergrund (19,7 Prozent) liegt die Stadt auf Platz sieben. Auch Daten der Schuleingangsuntersuchungen flossen mit ein. roc

Von Jörg Rocktäschel

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